Super 8

Super 8 (2011)

„Super 8 ist ein Schmalfilm-Filmformat, das im Herbst 1964 von Kodak vorgestellt und im Mai 1965 eingeführt wurde.“ Diese Definition findet man auf Wikipedia. Das dieser Film vielmehr Herz hat, als diese schnöde Beschreibung, lest ihr in folgender Kritik.

Wir schreiben das Jahr 1979. Das private Filmen steckt gerade noch in ihren Kinderschuhen und man ist auf eine bescheidene Technik angewiesen. Trotzdem wagt sich eine Gruppe von Teenagern  in der fiktiven Kleinstadt Lillian, mit einer Super-8-Kamera daran, einen Zombiefilm zu drehen. Da ein Horrorfilm meistens in der Nacht und an gruseligen Orten spielt, müssen die Jugendlichen sich nachts heimlich aus ihren Zimmern schleichen. Für den Drehort wählen sie einen abgelegenen Bahnhof. Mitten in den Dreharbeiten werden sie Zeuge eines Unfalls. Ein Pickup fährt, währenddessen ein Zug kommt, auf die Gleise und bringt ihn zum Endgleisen. Die Teenager laufen dem Fahrer des Pickups zu Hilfe, doch sie können ihn nicht mehr retten. Mit seinen letzten Worten warnt er die Kinder niemanden davon zu berichten, dass sie den Unfall beobachtet haben. Kurze Zeit später erreicht das Militär die Unfallstelle und die Jugendlichen befolgen den Rat des Fahrers und fliehen, bevor sie entdeckt werden. Von nun an passieren mysteriöse Vorfälle in der Stadt. Menschen verschwinden, Hunde fliehen, technische Geräte versagen. Was dahinter steckt, werden die jungen Protagonisten noch früh genug herausfinden.

J.J. Abrams führte Regie und schrieb zugleich das  Drehbuch. Für die Produktion unterstützte ihn kein geringerer als Steven Spielberg. Abrams schafft es den Charme von den Filmen aus den 80er Jahren hervorragend in diese spannende und mysteriöse Geschichte ausleben zu lassen. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende hin immer größer und wirft immer wieder Fragen auf. Wie es oftmals für J.J. Abrams typisch ist, lässt er den Zuschauer bis kurz vor Schluss im Dunklen stehen. Bei der Darstellerauswahl muss man ihm ein großes Kompliment machen. Der Film kommt ohne bekannte Darsteller aus und setzt auf unverbrauchte, noch unbekannte. Gerade die Teenager sorgen für viel Witz und man schließt sie sofort in sein Herz und fiebert von der ersten bis zur letzten Minute mit ihnen mit. Blass hingegen bleiben die Eltern und der restliche Cast. Die Effekte sind gut platziert und glaubwürdig, aber niemals überhäuft.

Ich möchte den Film jedem ans Herz legen. Ich war selten so begeistert von einem Film, wo von vorne bis hinten alles stimmt. Ob es die sympathischen Hauptcharaktere sind oder die spannende Geschichte. Zudem erinnerte mich Super 8 an meine Jugend und die dazugehörigen Filme. Da ich J.J.Abrams durch seine sonstigen Projekten, wie Lost, Cloverfield oder auch Alias, in Herz geschlossen habe, wünsche ich mir, dass er auch hier auf der Erfolgsschiene bleibt.

5/5

Autor: Sebastian

Advertisements

Über Quadrataugenrunde

Filmkritiken und Podcast
Dieser Beitrag wurde unter Filmkritik abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s