Iron Sky

Iron Sky (2012)

Gastautor Sturmführer Lahl hat den Quadrataugen unter die Arme gegriffen und sich Iron Sky angesehen. Wie der Film abgeschnitten hat und ob er nicht vor lauter Gekicher umgekommen ist, lest ihr in folgender Rezension.

1945: Die Niederlage des dritten Reichs im 2. Weltkrieg ist längst abzusehen. Also setzt sich eine Gruppe von Nazis in einer Geheimoperation zur dunklen Seite des Monds ab, um dort eine arische Kolonie aufzubauen und neue Kräfte zu sammeln für eine Rückeroberung der Erde.

Klingt nach absurdem Plot, politisch unkorrekten Witzen am Fließband und billiger Independentproduktion? Ist es auch, und das ist äußerst unterhaltsam. Unglaublich, aber wahr: Der Film ist in der Tat nicht von Uwe Boll. Der finnische Regisserur Timo Vuorensola konnte unter anderem Götz Otto und Udo Kier als überzeugende Nazi-Darsteller gewinnen.

Finanziert durch Stiftungsgelder, staatliche Filmförderschaften und Crowdfunding kamen 7,5 Millionen Euro zusammen, was für erstaunlich gute Special Effects gereicht hat. Die verrückte Story stammt teilweise aus den Köpfen der Fans, die während der Produktion aktiv in Internetforen Einfluss auf die Geschichte nehmen konnten, ziemlich außergewöhnlich, auch für eine Independentproduktion.

Sicherlich mag dem einen oder anderen der offensive Umgang mit dem Nationalsozialismus übel aufstoßen, aber alle anderen sollten sich köstlich amüsieren. Auch wenn es etwa ab der Hälfte des Films langsam etwas öde wird mit der Nazi-Verhohnepipelung, aber Iron Sky kriegt da gerade noch die Kurve und macht sich einfach über den Rest der Welt lustig, beziehungsweise glänzt mit klassischer Action. Von der Story sollte man nicht allzu viel erwarten, die ist wie erwartet flach. Daher gute 3/5 Sternen, wer es etwas lockerer mit der politischen Korrektheit sieht, für den gibt es 4/5 Hakenkreuzen.

Heil Kräuter.

Gastautor: Jan

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