Chronicle

Chronicle – Wozu bist du fähig? (2012)

Das letzte Highschooljahr ist immer etwas Besonderes, vor allem, wenn man plötzlich Superkräfte hat. Aber was geschieht, wenn die Person mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten keinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat? Kein Kindheitstrauma, keine Mission und vor allem keinen Latexfetisch.

Der junge Regisseur Josh Trank zeigt dies in seinem ersten großen Kinofilm Chronicle. Andrew durchlebt den amerikanischen Highschoolalbtraum, neben seinen familiären Problemen, gilt er auch in der Schule als Aussenseiter ohne richtige Freunde, der von seinen Mitschülern schikaniert wird. Einzig sein Cousin Matt verbringt etwas Zeit mit ihm. Eines Tages kauft Andrew sich eine alte Videokamera und beschließt alles in seinem trostlosen Leben aufzuzeichnen. Nach einer Party bietet sich auch die ideale Gelegenheit, um etwas spannendes zu filmen. Zusammen mit dem Highschoolliebling Steve betreten Matt und Andrew eine Höhle im Wald, welche ihr Leben für immer verändern wird.

Der gesamte Film wirkt so, als wäre er nur mit Kameras gefilmt worden, die auch in der Welt von Chronicle existieren. Dabei wird die Geschichte anfangs nur aus der Sicht von Andrews Kamera, später durch verschiedene Blickwinkel erzählt. Dieser Found Footage Look verleiht dem Film einen dokumentarischen Charakter und lässt den Zuschauer noch tiefer in die Welt eintauchen. Die unbekannten Schauspieler zeigen dabei eine gute Leistung und die drei Hauptdarsteller wachsen mit ihren Fähigkeiten genauso wie ihre Freundschaft untereinander.

Insgesamt ist der Film sehr unterhaltsam und unterscheidet durch die Geschichte und die technische Umsetzung von anderen Superheldenfilmen. Chronicle zeigt eindrucksvoll, was mit Mutanten passiert, wenn es keine „Schule für junge Begabte“ gibt, welche ihnen hilft und das aus großer Macht eben doch große Verantwortung folgt.

4/5

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