Total Recall

Total Recall (2012)

Remake, Remake, Fortsetzung, noch eine Fortsetzung. Hollywood scheinen die Ideen auszugehen. Das ist keine neue Erkenntnis, allerdings verstärkt sich dieser Eindruck immer mehr. Ich erinnere mich an eine Folge „Two and a Half Men“ in der Charlie und Alan in der Zukunft in ein Kino gehen und Saw 33 läuft. Nun gibt es ja immer Leute, die sich über diesen Trend immer wieder aufregen und Filme wie Total Recall, dessen Original im Jahr 1990 veröffentlicht wurde, schon im vornherein sofort ablehnen und gleich als schlecht abstempeln. Ob es bei Total Recall gerechtfertigt ist oder ob man mit dieser Einstellung einen guten Film verpasst, wollten die Quadrataugen überprüfen und haben sich das Remake angeguckt. Wie der Film bei uns abgeschnitten hat, lest ihr in folgender Kritik.

Der Film spielt im Jahr 2084 in einer futuristischen Welt, die durch verschiedene atomare Kriege fast vollkommen unbewohnbar ist. Es gibt lediglich zwei Gebiete in denen Leben überhaupt noch möglich ist und zwar das hoch entwickelte und wohlhabende Britannien und die Kolonie auf dem ehemaligen Kontinent Australien. In der Kolonie herrscht vorwiegend Armut und Arbeitsmangel. So entstehen verschiedene Spannungen zwischen den beiden Lagern. Douglas Quaid (Colin Farrell) ist ein Arbeiter der täglich von der entfernten Kolonie bis nach Britannien pendeln muss, um dort einen unterbezahlten Job ohne Aufstiegschancen zu verrichten. Das deprimiert ihn so, dass er versucht durch das Rekall-Programm in eine andere Welt abzutauchen und seinem tristen Alltag zu entkommen. Doch es geht etwas schief. Was, wie und wieso werde ich hier aber nicht mehr verraten.

Jessica Biel (Blade Trinity), Kate Beckinsale (Underworld), Colin Farrell (Swat, Brügge sehen…und sterben?) und Bryan Cranston (Breaking Bad) sind nur ein Teil dieses, vom Namen her, hochkarätigen Darstelleraufgebots. Schauspielerisch werden alle bei Total Recall nicht an ihre Grenzen gebracht, aber alle Actionszenen wurden hervorragend choreographiert und sehen spektakulär aus.

Die Story hingegen fand ich für einen auf Action ausgelegten Film recht ansprechend und nicht wie so oft beliebig. Sie bleibt bis zum Ende spannend und von Logikfehlern verschont. Allerdings muss man bei einigen Szenen einfach zu sich selbst sagen, dass es einfach ein Film ist und physikalische Gesetze dort nicht immer zählen.

Regisseur Len Wiseman hat eine opulente optische Darstellung unserer Zukunft auf die Kinoleinwand gezaubert. Die Bilder sind glasklar und die Effekte sehen ebenfalls super aus. Mich stören aber diese Lichtschlieren, die das Bild futuristischer aussehen lassen sollen. Dieser Effekt wurde einfach zu häufig eingebaut und war zu übertrieben. Dafür waren die Stunts und die Kampfszenen sehr gut inszeniert.

Mir hat Total Recall gut gefallen. Die Action hat gestimmt und ich empfand ihn als sehr kurzweilig. Dazu hat Colin Farrell mit Jessica Biel und Kate Beckinsale zwei höchst attraktive Schauspielerinnen an seine Seite bekommen und schafft es sich wieder in Hollywood zurückzumelden. Dennoch habe ich die ganze Zeit gedacht, dass Total Recall von einem Christopher Nolan einfach noch besser geworden wäre. Trotzdem lohnt sich der Gang ins Kino für Actionsfans.

3/5

Autor: Sebastian

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