Dark Shadows

Dark Shadows (2012)

Die amerikanische Vampir-Seifenoper Dark Shadows aus den 60er Jahren dürfte in Deutschland höchstens aufmerksamen King of Queens Fans bekannt sein. Im Jahr 2012 bringt Regisseur Tim Burton die Geschichte der Familie Collins zurück auf die Leinwand. Auf keinen Fall fehlen darf dabei natürlich Burtons Lieblingsschauspieler und Freund Johnny Depp, seine Frau Helena Bonham Carter und sein „Hofkomponist“ Danny Elfman. Zusammen mit der Vorlage der klischeehaften Vampirgeschichte, ideale Vorrausetzungen für einen Burton Film.

Im 18. Jahrhundert hat die Familie Collins es geschafft, nach dem Verlassen von Liverpool haben sie in der neuen Welt ein Fischereiimperium und gleichzeitig eine ganze Stadt aufgebaut, Collinsport, Maine. Von dem Erfolg und dem Reichtum der Familie profitiert auch der älteste Sohn Barnabas Collins (Johnny Depp) bis seine Affäre mit der Magd Angelique (Eva Green) ihn und seine Familie ins Unglück stürzt. Es heißt ja, die Hölle kennt keine Wut wie die einer verschmähten Frau, und so trifft Barnabas der ganze Zorn der Hexe Angelique. Der Verlust seiner Geliebten, die Verwandlung in einen Vampir und die Verbannung in einen vergrabenen Sarg bringen Barnabas in die 1970er Jahre, wo er auf die Familie Collins trifft.

Im Gegensatz zu modernen Fernsehserien und Buchverfilmungen ist Barnabas Collins noch ein klassicher Vampir, er trinkt Blut, hypnotisiert Menschen und meidet das direkte Sonnenlicht. Mit den 1970er Jahren bietet Dark Shadows ein interessantes Setting, welches auch durch die Unwissenheit von Barnabas sehr humorvoll dargestellt wird. Bei der Besetzung der Familie Collins hat man mit Michelle Pfeiffer, Chloë Moretz und Jackie Earle Haley weitere Stars im Cast und ein paar Gastauftritte in Petto. Stilistisch ist Dark Shadows unverkennbar ein Tim Burton Film und überzeugt mit einem sympathischen Soundtrack. Allerdings ist Burton bei der Geschichte wohl dem Leitmotto der Collins „Familie ist der einzig wahre Wert“ gefolgt und hat sich etwas zu viel vorgenommen. So hat jede Figur in der seltsamen Familie Collins noch seine eigene Geschichte, die leider in den 113 Minuten Film höchstens angeschnitten wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Ende, das nicht so recht zum Rest des Films passen will.

Nach Alice im Wunderland ist Dark Shadows wieder ein guter Tim Burton Film geworden. Johnny Depp überzeugt in seiner typischen Manier als zeitlos junger Vampir, Oberhaupt der schrulligen Familie Collins und ewiger Geliebter von Antagonistin Eva Green. Dark Shadows schafft gekonnt den Mix aus Horror und Komödie und ist weit von Seifenoperqualität entfernt.

4/5

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