Cloud Atlas

Cloud Atlas (2012)

Als ich damals den ersten Trailer zu Cloud Atlas sah, war ich sofort fasziniert von dem Film. Mir gefielen gleich die Idee hinter der Geschichte und die tollen Schauplätze. Durch die Anwesenheit der Wachowski-Geschwister (Matrix) und dem deutschen Regisseur Tykwer (Das Parfum) wurde meine Vorfreude noch weiter gesteigert, da man davon ausgehen konnte, dass es ein besonderer Film mit einer guten und vielleicht verwirrenden Geschichte werden würde. Ob sich das alles bestätigt hat oder doch eher ein gescheiterter Versuch bleibt,  den Roman des amerikanischen Autors David Mitchell, der als unverfilmbar galt, zu verfilmen, lest ihr in der folgenden Kritik der Quadrataugenrunde.

Cloud Atlas besteht im Grunde aus sechs einzelnen Filmen, die in unterschiedlichen Zeitepochen; die von der Sklavenzeiten, Anfang des 20. Jahrhunderts, die Gegenwart bis hin zu einer postapokalyptischen Zukunft, spielen. Die Grundaussage ist in allen aber gleich. Es geht um Macht und Unterdrückung, und das Ziel sich aus diesen Ketten zu befreien. Dabei sind einige Handlungsstränge kurzweiliger als andere. Der eine oder andere Lacher lockerten das Geschehen auf, aber die meisten Geschichten starteten recht zäh, wurden aber zum Ende hin actionreicher und spannender.

Die Schauspieler waren alle sehr gut, was man aber auch erwarten konnte, bei Namen wie Tom Hanks, Halle Barry, Hugh Grant, Jim Broadbent und vielen anderen. Dabei müssen sie in den unterschiedlichen Handlungsstränge immer wieder als eine andere Version von sich selber auftreten. Besonders die Maske ist hier zu loben. Manche Schauspieler erkannte man erst bei genauerem Betrachten wieder. Als besonderes Schmankerl spielt Katy Karrenbauer (Frauenknast) mit.

Aufgrund der unterschiedlichen Handlungsstränge, Zeitepochen und den daraus resultierenden unterschiedlichen Schauplätze bietet Cloud Atlas  eine Menge Abwechslung. Auch die Qualität der Spezialeffekte überzeugt. Das futuristische Seoul ist sehr schick und bietet eine Menge Ideen, wie in Zukunft unsere Städte aussehen könnten und wie die Menschen leben könnten.

Lang, länger, Cloud Atlas.  Mit 174 Minuten ist der Film ein wahrer Brocken und fordert viel Konzentration. Besonders in den etwas langatmigen Stellen werden sicherlich einige Zuschauer an ihre Aufmerksamkeitsgrenze  gebracht. Der Film brilliert durch seine tollen Bilder und abwechslungsreichen Schauplätzen. Auch die Geschichte ist sehr interessant, aber an vielen Stellen zu langatmig. Ich hätte mir auch mehr Verknüpfungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen gewünscht.  Am Ende bleibt aber ein abwechslungsreicher Film,  der mit einer tollen Maske und schönen Bildern ein schönes Kinoerlebnis bietet und mir gut gefallen hat.

3/5

Autor: Sebastian

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