Flight

Flight (2013)

Robert Zemeckis feierte mit seinem Film Forrest Gump 1995 seinen ersten und einzigen Oscar für die beste Regie. Ebenfalls sehr erfolgreich waren seine Filmen Cast Away oder auch die Zurück in die Zukunft Trilogie, für einen weiteren Academy Award für Zemeckis hatte es dennoch nicht gereicht. Nach einem Ausflug in die digitale Welt mit seinen CGI-Filmen, wie Der Polarexpress und Die Legende von Beowolf, kehrt er nun mit seinem neuen Film Flight zurück zum Realfilm. Ob dieser an seine früheren Erfolge anknüpfen kann, lest ihr in folgender Kritik.

William „Whip“ Whitaker  (Denzel Washington) ist ein geschiedener Pilot, der sein Single-Dasein mit Alkohol, Koks und Frauen frönt. Vor seinem nächsten Flug durchzecht er die Nacht mit seiner Arbeitskollegin Katarina Marquez (Nadine Velazquez). Halb verschlafen und verkatert geht es am nächsten Morgen zum Start des SouthJet-Fluges 227 von Orlando nach Atlanta. Trotz seines Zustandes schafft Whip es, die Maschine durch eine Schlechtwetterfront zu manövrieren. Doch kurz vor dem Landeflug gibt es einen Knall am Flugzeug und der Sturzflug setzt ein. Allerdings schafft Whitaker es mit seinem Können die Maschine mit einer waghalsigen Drehung gleiten zu lassen und landet sie sanft auf einem freien Feld. Im Krankenhaus kommt er wieder zu Bewusstsein und erfährt, dass lediglich sechs Leute verstorben sind. Darunter befindet sich aber auch seine Affäre Marquez, was ihn härter trifft als anfänglich vermutet. Erst wird er als Held gefeiert, doch durch einen Bluttest kommen seine Probleme mit dem Alkohol ans Tageslicht und es stellt sicher heraus, dass er im Flugzeug unter Drogeneinfluss stand. Die Staatsanwaltschaft beantragt darauf hin eine Klage wegen Fahrlässiger Tötung in mehreren Fällen. Der Sumpf aus Drogen und Lügen erschlagen Whitaker und er versucht sich von der Anklage zu befreien.

Robert Zemeckis hat mit Flight wieder einen interessanten Plot verfilmt, der aber einige Längen besitzt. Drogen und Alkohol spielen eine wichtige Rolle und der Kinobesucher sieht, wie das Lügengeflecht um Whitaker’s Trinkprobleme langsam in sich zusammenfällt. Es ist interessant zu sehen, wie sich ein Alkoholiker immer wieder nicht eingestehen kann, dass er eine Krankheit hat und nicht von dem Schnaps loskommt. Dabei fehlte aber weitestgehend die Spannung. Einzig der Flugzeugabsturz ist grandios inszeniert, sodass man eine Gänsehaut und ein ungutes Gefühl im Bauch bekommt. Bei 30 Millionen Budget kann man vielleicht nicht mehr Actionszenen von einem Hollywoodfilm erwarten, doch mir war das eindeutig zu wenig.

Denzel Washington spielt seine Rolle als alkoholkranken, depressiven Piloten glaubwürdig. Gerade in den Szenen, wo die Geschichte sich nicht so richtig weiter entwickeln will, wertet er den Film durch seine schauspielerische Leistung wieder etwas auf. Die anderen Darsteller bleiben neben Herrn Washington blass und spielen nur durchschnittlich.

Flight ist ein Film, den man gucken kann, aber nicht muss. Der Flugzeugabsturz ist imposant inszeniert und ich denke, dass man noch nie so realistisch einen miterlebt hat. Dennoch war mir die Geschichte viel zu langatmig, sodass es manchmal schwer war, ihr aufmerksam zu folgen. Denzel Washington hat mich überzeugt, aber das reicht nicht um Flight zu einem super Film zu machen. Robert Zemeckis hat es hier meiner Meinung nach verpasst, eine spannende Idee in seinem neuen Film interessant umzusetzen. An Klassiker wie Forrest Gump oder Cast Away kommt Flight bei weiten nicht heran.

3/5

Autor: Sebastian

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