Star Trek Into Darkness

Star Trek Into Darkness 3D (2013)

Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer von J. J. Abrams, der mit seiner Enterprise wenige Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Auch wenn das mit den Galaxien nicht so ganz stimmt, bekommt man mit Star Trek Into Darkness wenigstens eine neue Dimension geboten. Erstmals in 3D und ohne Nummerierung im Titel, erscheint der Nachfolger von Star Trek (2009) in den Kinos.

Nach dem die Enterprise von einer Mission zur Erde zurückkehrt, wird die Sternenflotte von einem schweren Anschlag erschüttert. In der utopischen Star Trek-Zukunft, ist ausgerechnet ein Mann aus den eigenen Reihen verantwortlich für den Terroranschlag auf der Erde. Für die Suche nach dem Terroristen John Harrison (Benedict Cumberbatch) beauftragt die Sternenflotte Captain Kirk und seine Crew.

Der Einstieg in den Film ist zwar nicht ganz so furios wie beim Vorgänger, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Insgesamt ist das Tempo der Handlung recht hoch, sodass beim Weltraumabenteuer wenig Zeit zum Durchatmen bleibt und nie Langeweile aufkommt. Für einen Großteil der Unterhaltung sorgt die eingespielte Crew der Enterprise, das bewährte Dreiecksgespann Kirk – Spock – McCoy funktioniert, auch wenn versucht wurde Lt. Uhura mehr Screentime zu geben. Ebenso profitiert der Film davon, dass es endlich einen richtig guten Bösewicht gibt, der die Handlung auch mitträgt.

In Sachen Action bekommt man viele Feuergefechte, in allen erdenklichen Situationen, große Explosionen und den ein oder anderen Faustkampf zu sehen. Unterlegt wird das Ganze vom orchestralen Star Trek-Sound, das „neue“ Theme ist sogar mehrmals zu hören. Auch wenn der Film nicht in 3D gedreht wurde, gehört er wenigstens zu den besseren 3D-Konvertierungen. Die zusätzliche Tiefe und die richtig eingesetzen Pop-Out-Effekte sind sehenswert.

Als Star Trek-Fan bin ich zufrieden mit dem Film, habe allerdings viele kleine Kritikpunkte. Es hätte etwas mehr Action im Weltraum sein können, ein Cameo-Auftritt hat mir nicht gefallen, die Einbindungen eines neuen Charakters ist nicht so gut gelungen und der Score wirkt etwas aufgewärmt. Ein paar ruhige Momente hätten dem Film wohl auch gut getan, da es wirklich 133 Minuten lang Schlag auf Schlag zugeht. Am Ende bleibt noch das generelle Problem mit dem neuen Star Trek-Universum, wie viel Remake ist gut für ein Reboot? Auf jeden Fall strotzt der Film nur so vor kleinen und großen Anspielungen, die dem Fan das Herz aufgehen lassen.

Star Trek Into Darkness ist ein Pflichtprogramm für Fans des ersten Teils, jeden Trekkie und Leute, die Science-Fiction mögen. Wenn man sich vor den vielen Teasern, Trailern und dem furchtbaren Filmplakat verstecken konnte, hat man sicherlich noch mehr Spaß mit dem Film, aber insgesamt sollte man Paramounts Überangebot an Informationen zu dem Film infrage stellen. Da es gerade die Handlung ist, die den Film besser macht als seinen direkten Vorgänger.

Auch wenn sich J.J. Abrams jetzt erst ein Mal dem anderen großen Star-Franchise widmet und wohl beim nächsten Star Trek-Film nur als Produzent dabei ist, könnte er sich vielleicht trotzdem folgendes Zitat zu Herzen nehmen: “You mustn’t be afraid to dream a little bigger, darling.”

4/5

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