Vielleicht lieber morgen

Vielleicht lieber morgen (2012)

Das also ist mein Leben ist Steve Chboskys erster Roman, den er 2011 veröffentlichte. Nur ein Jahr danach durfte er sein Buch selbst verfilmen. Das Vielleicht lieber morgen viel mehr als ein gewöhnlicher romantischer Teenagerfilm ist, könnt ihr in unserer Kritik erfahren.

Der Beginn der Highschoolzeit ist eine schwierige Phase. Man kann viele neue Leute kennenlernen oder auch wilde Partys feiern. Charlie (Logan Lerman) hingegen ist sehr introvertiert, es fällt ihm schwer, neue Freunde zu finden. Er ist isoliert in seiner eigenen Welt, die sich hauptsächlich um Bücher dreht. Zudem hat er aufgrund einer traumatischen Erfahrung psychische Probleme. Doch eines Tages lernt er Patrick (Ezra Miller) und Sam (Emma Watson) kennen. Schnell freundet er sich mit beiden an und findet in ihnen beste Freunde, die ihn verstehen und Freude in sein Leben zurückbringen. Charlie verliebt sich in Sam, doch wie so oft, ist es kompliziert.

Die Geschichte beginnt wie ein gewöhnlicher Teenie-Film. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass viel mehr in dem Film steckt, als es nach den ersten 15 Minuten den Anschein hat. Viel Gefühl und persönliche Schicksale werden angesprochen. Dabei wird der Film aber nie langweilig, schon nach kurzer Zeit sind einem die Charaktere ans Herz gewachsen. Immer wieder wird man durch tolle Dialoge in den Bann gezogen, in denen so viel Wahrheit und Emotionen stecken. Dabei erlebt der Zuschauer immer wieder, wie der Film es schafft allein durch Worte, Gefühle auszudrücken, die man für fast unaussprechlich hielt. Die Geschichte ist abwechslungsreich und hält einen bis zum Ende hin gespannt vor dem Fernseher. Man möchte wissen, was genau mit Charlie geschah und wie es mit den Freunden weiter geht. Alles kommt ohne den bekannten Kitsch aus, keine schnulzigen Dialoge, sondern ehrliche Liebe und Gespräche, die einen berühren.

Die schauspielerische Leistung von Logan Lerman und Emma Watson ist rundum gelungen. Sie schaffen es ihre Szenen gefühlvoll zu spielen, bleiben dabei aber immer glaubhaft. Die Nebenrollen überzeugen ebenfalls und stehen den beiden Hauptakteuren in nichts nach.

Vielleicht lieber morgen ist bis jetzt mein Film des Jahres. Selten wurde ich von einer Geschichte so in den Bann gezogen. Ich habe mit Charlie getrauert, gefeiert und an seinen Lippen gehangen. So viele Dialoge waren tiefgründig und bewegten mich. Nicht einfach ein Drama, ein Liebesfilm, eine Teenie-Komödie sondern ein Werk, das uns zeigt, dass wir mehr haben können, als das, was wir glauben, verdient zu haben. Wirklich jeder sollte diesen wundervollen Film gesehen haben.

5/5

Autor: Sebastian

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