Man of Steel

Man of Steel 3D (2013)

Der erste Superheld der Welt wird in diesem Jahr 75 Jahre alt, passend zu diesem Jubliäum kommt der 6. Kinofilm mit dem Mann aus Stahl in die Kinos. Nachdem man bei Warner Bros. unzufrieden mit Superman Returns (2006) war und mit der The Dark Knight-Trilogie große Erfolge feiern konnte, folgt mit Man of Steel ein Reboot, der die Geschichte von Superman neu erzählt. Dafür sind mit Zack Synder, Christopher Nolan und David S. Goyer gleich drei erfolgreiche Filmemacher mit Comicerfahrung an Bord.

Ich habe so viele Fragen. Wo komme ich her?“

Für die Herkunft von Superman nimmt sich Regisseur Zack Synder am Anfang des Films viel Zeit und bietet mit dem Schicksal des Planeten Krypton einen imposanten und emotionalen Einstieg. Als letzte Hoffnung schickt Jor-El seinen einzigen Sohn Kal-El in einem Raumschiff fort, unterwegs zu einem kleinen blauen Planeten, der um eine gelbe Sonne kreist. Auf der Erde angekommen sieht man allerdings wenig vom Kind, dessen Raumschiff in Kansas gelandet ist. Aus dem kleinen Kal-El wurde ein erwachsener Mann, Clark Kent, der bei seiner Identitätssuche die Welt bereist und unauffällig unter den Menschen lebt.

Die Geschichte von Man of Steel verläuft, abgesehen von dem großen Zeitsprung nach dem Anfang, nicht immer linear. In Rückblenden werden immer wieder wichtige Ereignisse aus Clarks Kindheit gezeigt und was für einen Einfluss seine beiden menschlichen Eltern Jonathan (Kevin Costner) und Martha (Diane Lane) Kent hatten. Dabei wird die eigentliche Entstehungsgeschichte von Superman relativ schnell abgehandelt, auch da Clark schon vor seiner Kostümierung den Menschen geholfen hat.

Die Liste der bekannten Schauspieler bei Man of Steel ist lang und nicht alle können im Film überzeugen, besonders die Clarks Eltern bleiben beide recht blass und auch Amy Adams als Journalistin Lois Lane ist nicht viel mehr als die typische Superheldenfreundin. Dafür hat man einen guten Henry Cavill als Superman, Michael Shannon überzeugt als Bösewicht und Russell Crowe ist ein sehr guter Jor-El, der auch überraschend menschlich ist. Dass man für Superman einen gleichstarken Gegner gefunden hat, sorgt auch dafür, dass die Action sehr spektakulär ist. In der zweiten Filmhälfte wird extrem viel kaputt gemacht und der Kampf der Übermenschen wird durch die Kameraführung beeindruckend dargestellt. Abgesehen vom sehr schwachen 3D-Effekt, bekommt man das geboten, was von einem Sommerblockbuster erwarten kann. Trotz einer Länge von 148 Minuten ist der Film recht kurzweilig und niemals langweilig, dafür ist die Geschichte insgesamt nur Durchschnitt und nimmt sich an einigen Stellen zu wenig Zeit für wichtige Momente. Dazu kommt noch, dass ein paar Szenen stark konstruiert wirken.

Snyder und Nolan haben es geschafft aus Superman einen ernsthaften und menschlichen Helden zu machen, der auch ohne seine rote Unterhose die Welt retten kann. Der Film ist nicht so düster und realistisch wie The Dark Knight, der Humor eines The Avengers fehlt allerdings ebenso. Ausser ein paar bekannten Namen gibt es keine großen Anspielungen auf die Comic-Herkunft von Superman. Auch wer (noch) kein Fan des Kryptoniers ist, sollte sich dieses Actionspektakel auf der großen Leinwand ansehen.

4/5

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