Die Tribute von Panem – Catching Fire

Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013)

Gefährliche Liebe bei den Hunger Spielen? Jennifer Lawrence auf dem Weg zur Titelverteidigung? Vielleicht sollte ich zuerst sagen, dass ich den ersten Film Die Tribute von Panem – The Hunger Games nicht mochte. Ich halte die Geschichte für ganz nette Jugendliteratur und finde es ist eine Verschwendung von Jennifer Lawrence, wenn sie Filme wie diesen oder X-Men im Jahresrhtymus drehen muss. Einverstanden? Dann kann es ja los gehen.

Katniss Everdeen lebt ihr neues Leben als Siegerin der Hunger Spiele im Distrikt 12, Haus an Haus mit Showfreund Peeta. Sie geht Vögel jagen mit ihrem Bogen, trifft ihren eifersüchtigen Freund Gale und guckt die meiste Zeit ziemlich traurig, immer noch traumatisiert von den 74. Hungerspielen. Währenddessen muss sich Präsident und Bösewicht Snow mit diversen Aufständen in den Distrikten herumschlagen und überlegt sich, wie er Katniss doch noch für seinen diktatorischen Staat einspannen kann. Zum Glück gibt es ja die Tour der Sieger, bei der Katniss und Peeta mit dem Zug durch alle unterdrückten Distrikte rasen.

Die erste Stunde des Films war für mich dann auch am interessantesten, endlich bekommt man etwas mehr von der Welt zu sehen und erlebt wie Katniss zu einem Symbol des Widerstandes geworden ist. Das große Budget des Films sieht man ihm auch jederzeit an, eine lange Besetzungsliste voller Hollywoodstars, interessante Handlungsorte und sehr aufwendige Kostüme werten den Film optisch auf. Bei den Schauspielern sticht natürlich Jennifer Lawrence heraus, dessen Figur etwas mehr Tiefgang bekommt und auch eine Entwicklung während des Films durchmacht. Daneben erfreut man sich an Woody Harrelson, Stanley Tucci, Elizabeth Banks und Donald Sutherland. Und wird vielleicht etwas wehmütig beim Anblick und Schauspiel von Philip Seymour Hoffman. Auf der anderen Seite der Schauspielkunst befinden sich Liam Hemsworth und Lenny Kravitz.

Trotz eines neuen Regisseurs sind die eigentlichen Spiele wieder nicht gut inszeniert. Man bekommt seichte Action und wenig Spannung, andere Teilnehmer werden meist nur mit Kanonenschüssen und ohne Screentime verabschiedet. Vielleicht soll das für die emotinale Kälte der Hungerspiele stehen, oder vielleicht werden viele Nebenfiguren einfach nur nicht gut dargestellt. Dazu ist die Handlung recht offensichtlich. Immerhin sind die gesamten Spiele im IMAX-Format auf der Blu-ray, sprich im Bildformat von 16:9 statt 21:9. Sprünge von Szene zu Szene, wie zum Beispiel bei The Dark Knight bleiben aus.

Insgesamt hat mir Catching Fire besser gefallen als The Hunger Games. Man bekommt eine ganz nette Liebesgeschichte in einer dystopischen Welt geboten und in gewisser Weise rettet Jennifer Lawrence auch den Film auf ein gutes Niveau. Das Ende des Films hat mir überhaupt nicht gefallen, auch wenn es wohl buchgetreu ist. Als Zuschauer wird man hier vom Film ziemlich allein gelassen. Das ist bei mittleren Teilen einer Trilogie zwar beliebt, aber es gibt auch einige Filme, die zeigen, wie man es besser macht.

3/5

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