Teenage Mutant Ninja Turtles

Teenage Mutant Ninja Turtles (2014)

Michael Bay, Zerstörer von Kindheitserinnerungen (Quelle: Internet), bringt die Turtles zurück ins Kino, als Produzent und mit 125 Millionen Dollar Pizzabudget für die Animationsabteilung. Die Fans hatten von Anfang an wenig Sympathien für das Projekt, also eher ein Film für die aktuelle Nickelodeon Generation?

Angeführt von einem böse blickenden Asiaten terrorisiert der Foot Clan ganz New York City, gegen Karate ist die gute alte Polizeiarbeit ja bekanntlich machtlos. Immerhin die Presse scheint sich für die Aufklärung der Verbrechen zu interessieren, eine junge aufstrebende Reporterin will mit den organisierten Verbrechern ihre große Erfolgsstory landen. Megan Fox, ohne rote Haare, versucht es mit der Rolle der April O’Neil. Bei ihren Ermittelungen stößt sie zufällig auf einen Rächer, der dem Foot Clan Paroli zu bieten scheint. Nur einer oder doch Vier?

Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo sind vier Jugendliche, die in der Kanalisation wohnen. Sie essen gerne Pizza, lieben die Popkultur und fahren Skateboard. Außerdem sind sie mutierte Schildkröten und Ninjas.

Bei der Geschichte hat man sich für die von The Amazing Spider-Man entschieden, eine gute Origin-Geschichte ist schließlich nicht so leicht. Dazu hat man noch einen charakterlosen Asiaten in die Rüstung und Rolle des Shredders gesteckt. Dessen Design aber durchaus in Ordnung ist, bedrohlich großer Typ mit vielen Klingen. Bei Meister Splinter hat die Designabteilung die Vorgabe einer mutierten Ratte wohl etwas zu ernst genommen, entstanden ist eine abscheuliche Missgeburt, die für Kinder vielleicht gruseliger wirkt als jeder Bösewicht. Die Turtles sehen natürlich supercool aus und wurden durch Nasen auch noch zusätzlich vermenschlicht. Leo versagt als Anführer, Raphael muss die Rolle des muskulösen Bad Guys übernehmen, Donni ist der absolute Techniknerd und Mickey der bekannte Spaßvogel.

Teenage Mutant Ninja Turtles bietet wenig gute Action, die Animationsqualität der Turtles schwankt zwischen gut und sehr mittelmäßig und auch sonst sieht man dem Film an allen Ecken sein Mittelklassebudget an. Sei es der Schauspielercast um Will Arnett und William Fichtner, die mit ihren einfachen Figuren eher Auftragsarbeit erledigen, oder die wenigen Schauplätze an den die Handlung des Films spielt.

Ich kann am Ende nichts Positives über dieses Werk sagen. Der Film versucht witzig zu sein und ich musste auch drei Mal über Michelangelo schmunzeln, aber diese Pseudocoolness finde ich genauso verstörend wie die Entstehungsgeschichte der Turtles im Film. Vielleicht sollte man sagen, dass auch die alten Realfilme aus den 90er Jahren nicht gut und für jüngere Zuschauer gedacht waren. Aber auch die verdienen meiner Meinung nach nicht diese Version der Teenage Mutant Ninja Turtles.

1/5

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Eine Antwort zu Teenage Mutant Ninja Turtles

  1. magoher schreibt:

    So schlecht fand ich ihn nicht! Zwar stimme ich den meisten Kritikpunkten zu. Trotzdem fand ich den Film durchaus unterhaltsam. Man muss allerdings bereit sein auf Logik zu verzichten. Aber das musste man ja früher bei der Originalserie auch schon. 😉
    Allerdings sollten die Jungs in grün in diesem Film eher „Teenage Mutant Rüpel Turtles“ heißen. Denn mit Ninjas haben die 4 Hulks nichts mehr zu tun…

    Gefällt mir

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