Creed

Creed – Rocky’s Legacy (2015)

Im Jahr 1976 kam der erste Rocky-Film in die Kinos und startete einen wahren Hype um die Figur Rocky Balboa. Lieder des Soundtracks wurden zu Welthits und vier weitere Filme folgten bis 1990. Im Jahr 2006 kam mit Rocky Balboa der sechste Teil in die Kinos, der zwar überzeugen konnte, aber nicht an die Klassiker heran reichte. Nun, dreißig Jahre nach dem Start des ersten Teils, kommt mit Creed – Rocky´s Lagacy der neuste Film der Reihe in die Filmpaläste. Ähnlich wie Star Wars: Das Erwachen der Macht versucht Creed zwar thematisch an die vorherigen Filme anzuknüpfen, aber dennoch den Weg für eine neue Generation von Helden zu ebnen.

Adonis Johnson (Michael B. Jordan) will Boxer werden, doch der Weg dorthin ist nicht leicht. In Mexiko versucht er, bei dubiosen Boxveranstaltungen seine Kampfbilanz aufzubessern. Dieses gelingt ihm zwar, doch honorieren die Trainer in den USA diesen Einsatz nicht und geben ihm keine Chance sich zu beweisen. Nach ein paar erfolglosen Versuchen in diversen Trainingshallen aufgenommen zu werden, versucht er die letzte Möglichkeit zu nutzen, die ihm sich noch bietet. Er lässt seine Beziehungen spielen, um den legendären Rocky Balboa (Sylvester Stallone) als Trainer zu gewinnen.

Haperte es bei den alten Rocky-Filmen manchmal an der Glaubwürdigkeit bei den Kämpfen, kann Creed hier punkten. Durch passenden Sound und Kameraführung erzeugt jeder Treffer einen gewissen Impact, der die Wucht der Schläge sehr gut rüber bringt.
An vielen Stellen des Films wird bewusst die Brücke zu den alten Teilen aufgebaut. Ob es um den Tod einiger Figuren geht oder auch die Auswahl der Schauplätze. Alles wird sinnvoll und nicht aufgesetzt in die Geschichte eingebaut, sodass jedes Rocky-Fanherz höher schlägt.

Die Geschichte bietet zwar einige stereotypische Muster, hat aber dennoch genug Abwechslung zu bieten, sodass der Zuschauer hier wohl eine der besten Storys der Reihe erleben kann. Zudem muss man die Schauspieler loben. Michael B. Jordan spielt den Boxer großartig und das Training und die Kämpfe beeindrucken mit guter Boxtechnik, Kraft und Geschwindigkeit. Dagegen verleiht Stallone Rocky mehr charakterliche Tiefe, da der Verlauf der Geschichte und das Alter seiner Figur dies verlangen. Das gelingt ihm überraschenderweise sehr gut und rechtfertigt sogar seine Oscarnominierung als bester Nebendarsteller.

Der junge Regisseur Ryan Coogler, der vielen noch kein Begriff sein dürfte, und das Team um Stallone gelingt es eine Hommage an die alten Rocky-Filme zu erschaffen, die durch exzellente Kämpfe mit einem einzigartigen Impact überzeugt. Dabei wächst Stallone über sich selbst hinaus und die neuen Charaktere passen perfekt in die Geschichte um Balboa. Von lustigen bis emotionalen Momenten bietet die Geschichte eine große Bandbreite von unterschiedlichen Stimmungen. Man merkt dem Film an, dass Sylvester Stallone die Figur Rocky Balboa liebt und lebt. Wer nur etwas mit den alten Teilen anfangen konnte, wird bei Creed – Rocky´s Lagacy nicht enttäuscht werden. Ein Kinobesuch ist der Film auf jeden Fall wert und hat mich positiv überrascht.

5/5

Autor: Sebastian

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2 Antworten zu Creed

  1. sebastianstriggow schreibt:

    Gute Kritik! ^^

    Gefällt mir

  2. donpozuelo schreibt:

    Absolut… ich war auch echt überrascht und vor allem anfangs echt skeptisch. Das klang halt alles zu sehr nach verzweifeltem Reboot-Versuch, um die Reihe irgendwie am Laufen zu halten. Aber letztendlich ist doch ein eigenständiger und spannender Film mit guten Darstellern herausgekommen… ich würde Stallone jetzt den Oscar echt gönnen.

    Gefällt 1 Person

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