Auswärtsfahrt #2

Endlich wieder neue Filmkritiken! Chile, Dublin und Berlin sind die Reiseziele.

Much Ado About Nothing (2016)
Much Ado About Nothing ist bereits der vierte Spielfilm des chilenischen Regisseurs Alejandro Fernández Almendras. Finanziert mit der Hilfe der Crowdfunding-Plattform Indiegogo, lief der Film in diesem Jahr bereits in Sundance und auf der Berlinale. Almendra bringt eine wahre Geschichte auf die Leinwand, eine Geschichte über Korruption und Gerechtigkeit.

Bis zum Unfall erlebt man allerdings eine typische Partynacht von jungen Leuten. Jeder ist gut gelaunt, Alkohol und Drogen werden brüderlich geteilt, und das andere Geschlecht ist vor allem zum Flirten da. Vicente ist eigentlich nur einer von vielen, ein junger Mann ohne Verantwortung, der einfach nur Spass haben will. Er sieht gut aus und ist stellenweise so naiv, dass man es als Dummheit auslegen könnte. In der Gruppe gibt es exemplarisch eine junge Frau, die von Selbstsabotage spricht und sich beschwert, dass sie keine Liebe findet. Immerhin reicht es noch für Sex mit neuen Bekanntschaften.
Vollständige Kritik

Sing Street (2016)
John Carney kann es einfach nicht lassen. Nach Once und Can a Song Save Your Life? hat er schon wieder einen romantischen Musikfilm gedreht, der ein Feel-Good-Movie im besten Sinne ist. Dabei war Carney nicht nur für Regie und Drehbuch verantwortlich, sondern komponierte auch fleissig an der Musik mit. Neben den eigenen Werken der fiktiven Band Sing Street gibt es noch thematisch passende Lieder von Duran Duran oder The Cure.

Es dreht sich zwar vor allem um das eine Mädchen, wegen dem Conor die Band gegründet, die Musik zieht sich aber durch den gesamten Film. Da wäre zum einen Conors älterer Bruder, ein Kiffer, der das College abgebrochen hat und in seinem Zimmer eine gigantische Plattensammlung lagert. Stets hat er eine neue Weisheit oder LP parat, um Conors musikalischen Horizont zu erweitern. Der Fernseher im Haus wird zudem nur eingeschaltet, um die neusten Musikvideos zu bestaunen.
Vollständige Kritik

Zeit für Legenden (2016)
Angesichts der späten Anerkennung, die Jesse Owens im eigenen Land erfahren hat, ist es wohl nicht verwunderlich, dass man in Hollywood 80 Jahre gebraucht hat, um sein Leben auf die Leinwand zu bringen. Der Filmtitel ist ein cleveres Wortspiel, das schon andeutet, dass es hier nicht nur um den Sport geht. Regisseur Stephen Hopkins (Predator 2) zeigt zwar nur drei Jahre aus dem Leben von Owens, dabei handelt es sich aber um die spektakulärsten.

Die Geschichte beginnt in seiner Heimatstadt, die grosse Familie lebt in armen Verhältnissen und Owens selbst hat schon ein Kind mit seiner Freundin. Kleidung, Fahrzeuge und Strassenzüge lassen sofort die Dreissigerjahre erkennen. Beim Bildfilter hat man es zum Glück nicht übertrieben, der Retrolook erfüllt seinen Zweck. Jesse ist der Erste aus der Familie, der ein College besucht. Bei der Busfahrt durch den Bundesstaat Ohio wird aber schon eine weitere Besonderheit deutlich: Zusammen mit seinem Freund muss er im Bus in einem separierten Teil für Farbige platznehmen, das Thema Rassentrennung ist stets im Film präsent.
Vollständige Kritik

Advertisements

Über Quadrataugenrunde

Filmkritiken und Podcast
Dieser Beitrag wurde unter Auswärtsfahrt abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s