Auswärtsfahrt #8

Kann Tom Cruise schnell genug rennen um Jack Reacher 3: Willkommen bei den Reachers (Arbeitstitel) zu finanzieren? Ausserdem geht es um den chilenischen Dichter Pablo Neruda und Ewan McGregors Regiedebüt.

Jack Reacher 2: Kein Weg zurück (2016)
Tom Cruise gehört, genau wie der Mid-Budget-Film, zu einer aussterbenden Art in Hollywood: der eine Star, der die Zuschauer garantiert ins Kino lockt und einen ganzen Film trägt. Jack Reacher 2: Kein Weg zurück vereint beides. Bei der zweiten Romanadaption über Lee Childs Heldenfigur gab es einen Wechsel auf dem Regieposten. Edward Zwick (Last Samurai) ersetzt Christopher McQuarrie, der im letzten Jahr zusammen mit Cruise Mission: Impossible – Rogue Nation drehte.

Im letzten Jahrzehnt gab es für Tom Cruise kaum eine andere Rolle als den Superagenten, der in 120 Minuten die Vereinigten Staaten, wenn nicht sogar die Welt, retten muss. Dass hinter diesem Konzept eine gewisse Formel steckt, wird in Kein Weg zurück sehr deutlich. Jack Reacher bietet immer noch harte Nahkampfaction in heruntergekommenen Lagerhäusern, Diners und Motels. In gefährlichen Situationen hat Reacher stets einen humorvollen Spruch auf Lager. Ansonsten bekommt man allerdings einen sehr generischen Actionfilm. Es ist die bekannte Verschwörung mit dem gesichtslosen Bösewicht im Hintergrund. Egal, wie schnell Jack Reacher rennt, seine Gegner sind schon dort. Der Versuch des namenlosen Auftragskillers, das Katz- und Mausspiel auf eine persönliche Ebene zu bringen, scheitert ganz und gar.
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Neruda (2016)
Zum zweiten Mal in Folge stammt Chiles Beitrag für die Oscarverleihung von Pablo Larraín. Nach seinem Drama El Club über vier chilenische Priester widmet sich sein neues Werk dem Nobelpreisträger Pablo Neruda. Aber anstatt einer blossen Nacherzählung eines ereignisreichen Lebens sucht Larraín mit der Stimme des Volkes die Seele seines Heimatlandes.

Unerwartet ist dabei bereits die Darstellung des Dichters selbst: Auf einer dekadenten Party sieht man Chiles Oberschicht, mit Masken und halb nackt. In der Mitte des Raums steht ein rundlicher Mann mit einer Halbglatze, Mitte 40, man möchte meinen eine unscheinbare Erscheinung. Doch die Menschen liegen ihm zur Füssen. Nicht nur die Frauen bewundern ihn. Eine Zugabe, nur noch ein Gedicht vom grossen Romantiker Pablo Neruda. Luis Gnecco, fast zehn Jahre älter als der damalige Neruda, gelingt im Film die Verwandlung in den sanftmütigen Charmeur.
Vollständige Kritik

American Pastoral: Das grosse Interview mit Ewan McGregor
Amerikanisches Idyll erzählt von einer Familie, deren heiles Weltbild, stellvertretend für die gesamten USA, ins Wanken gerät. Vietnam und die politischen Bewegungen der Sechzigerjahre rütteln ein ganzes Land wach und hinterfragen den amerikanischen Traum. Der schottische Hollywoodstar Ewan McGregor (Trainspotting, Star Wars) spielt dabei nicht nur die Rolle des Familienvaters, des „Schweden“, sondern übernimmt auch erstmals den Regieposten. Im Interview spricht er über die Herausforderungen der Regiearbeit und der Umsetzung von Philip Roths Bestellerroman sowie sein Verhältnis zu den USA.
Interview Teil 1 Interview Teil 2

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