Filmjahr 2018 – Vorschau – Top 10

2018 sehen wir das Ende der Avengers! Natürlich nicht wirklich, denn weder Thanos noch andere Studios können die Rächer der Kinokassen stoppen. Da Wes Anderson nicht der einzige unserer Lieblingsregisseure ist, der einen neuen Film in die Kinos bringt, stellt sich unsere Vorschau quasi von alleine auf. Wie jedes Jahr findet ihr in unserer Vorschau je zehn Kinofilme, die wir uns auf jeden Fall ansehen werden.

Worauf freut ihr euch am meisten?

Svens Top 10

First Man
Ein kleiner Schritt für Damien Chazelle, ein großer Schritt für die Menschheit. Mit dem Biopic über den Astronauten und Moonwalker Neil Armstrong entfernt sich der selbst ernannte Erlöser des Kinos zwar vom Jazz, nicht aber von Ryan Gosling. Dabei wird es den Perfektionisten Chazelle wahrscheinlich wurmen, dass er nicht am Originalschauplatz Mare Tranquillitatis drehen konnte. Wahrscheinlich werden wieder 600 Millionen Menschen das Apollo-Programm auf der großen Leinwand verfolgen. Nicht nur etwas für Astrologen!

Isle of Dogs – Ataris Reise
In der nahen Zukunft wurden alle Hunde aus Megasaki City auf die abgelegene Insel Trash Island verbannt. Auf der Suche nach seinem Hund Spot begibt sich der junge Atari Kobayashi auf ein gefährliches Abenteuer. Dabei erhält er Unterstützung von den fünf Hunden Chief, Rex, Boss, Duke und King – natürlich gesprochen von den üblichen Verdächtigen wie Edward Norton und Bill Murray. Der zweite Stop-Motion-Film von Wes Anderson.

Lady Bird
Seit sich Greta Gerwig in mein Herz getanzt hat, hat sie dort einen festen Platz. Ihr halbautobiografisches Regiedebüt erzählt vom Erwachsenwerden der Schülerin Christine „Lady Bird“ McPherson. Nicht nur dank Saoirse Ronan in der Hauptrolle ein aussichtsreicher Kandidat für die Award Season.

Maria Magdalena
Jesus Christ Superstar! Er verwandelt Wasser in Wein, heilt Blinde und hebt sich seinen größten Trick für das Ende auf. An seiner Seite ist Maria Magdalena, gespielt von der atemberaubenden Rooney Mara. Eine ernsthafte Betrachtung der Zauberkräfte vom Sohn Gottes finde ich genauso reizvoll wie ein Roadtrip von J.C. und der Gang.

The Death and Life of John F. Donovan
2017 war das Jahr, in dem ich Xavier Dolan für mich entdeckte. In diesem Jahr bekommen wir seinen ersten englischsprachigen Film zu hören. Vor der Kamera sehen wir leider weder Dolan selbst noch seine Stammschauspieler. Dafür bekommt man mit Natalie Portman, Jessica Chastain und Jacob Tremblay erstklassigen Ersatz aus Hollywood.

The Disaster Artist
Die Komödie über den angeblich schlechtesten Film aller Zeiten (The Room) verhalf dem mysteriösen Vampir Tommy Wiseau zu spätem Ruhm. Arbeitsbiene James Franco führte nicht nur Regie, sondern wagte sich auch an die Kunstfigur Wiseau heran. Die ideale Vorlage für sein Overacting. Anyway, how is your sex life?

The House That Jack Built
In den Häusern, die Lars von Trier baut, wohnen normalerweise Psychiater, Depressionen und Charlotte Gainsbourg. In seinem neusten lebensbejahenden Werk geht es um den Serienmörder Jack, gespielt von Matt Dillon, der in den Siebzigerjahren in Washington State sein Unwesen treibt. Laut von Trier soll das Leben als etwas Böses und Seelenloses dargestellt werden. Allerdings ohne Charlotte Gainsbourg.

The Man Who Killed Don Quixote
Fast zwanzig Jahre lang musste Altmeister Terry Gilliam für sein Herzensprojekt gegen Hollywoods Windmühlen anrennen. Mit Jonathan Pryce als Don Quixote und Adam Driver als Toby ist ein Kinostart in diesem Jahr mehr als realistisch. Ritterfans satteln schon mal Rosinante und freuen sich auf dieses bizarre Fantasyabenteuer.

Under the Silver Lake
Ein Neo-Noir-Krimi von David Robert Mitchell (It Follows)? Andrew Garfield in der Hauptrolle? Und wie steht der Tod eines Milliardärs in Verbindung mit den Hundemorden und der Musikszene in Los Angeles? Allzu viel ist noch nicht bekannt über den Film, aber der Drehstart war im Oktober und ein Verleih hat sich auch schon gefunden.

Wonderstruck
Der letzte Film von Regisseur Todd Haynes war Carol, einer der schönsten Liebesfilme aller Zeiten. Mit Wonderstruck verfilmt der Amerikaner den gleichnamigen Jugendroman über zwei gehörlose Kinder, zwischen deren Geschichten ganze 50 Jahren liegen. Julianne Moore und Michelle Williams sorgen für das Starpotenzial an der Seite der Kinderdarsteller. Und natürlich sind auch Komponist Carter Burwell und Kameramann Edward Lachman wieder mit an Bord.

Sebastians Top 10

Auslöschung
Alex Garland hat mit Ex Machina 2014 sein Regiedebüt gegeben und konnte gleich mit seinem Erstling überzeugen. Mit Natalie Portman konnte er auch eine meiner Lieblingsschauspielerinnen für sein neues Projekt gewinnen. Auslöschung erscheint bei uns direkt bei Netflix, da dem Filmstudio die Geschichte zu anspruchsvoll für das gemeine Kinopublikum war und der Produzent den Film dennoch nicht ändern wollte. Hoffen wir, dass dadurch ein intelligentes Abenteuer-Drama erscheinen darf, dass sonst so nie ins Kino gekommen wäre.

Deadpool 2
„Wenn dein linkes Bein Weihnachten ist und dein rechtes Bein Neujahr, darf ich dann zwischen den Feiertagen reinschauen?“
Diesen Humor hat uns Deadpool 2016 ins Kino gebracht. Brachialer, schwarzer, unzensierter Humor und das in Dauerschleife. Im zweiten Teil verkörpert wieder Ryan Reynolds den durchgedrehten Antihelden. Ich erhoffe mir von der Fortsetzung wieder diesen derben Humor und eine etwas eigenständigere Geschichte, in der nicht die typischen Superhelden-Klischees abgearbeitet werden.

First Man
Mr. Oneface Gosling spielt in Mr. La La Chazelles Film den Astronauten Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat. Dabei wird sich zeigen, ob Chazelle auch ohne einen Musikplot eine gute Geschichte erzählen kann. Ich bin gespannt und freue mich die Mondlandung.

Isle of Dogs – Ataris Reise
Der erste Film, den ich von Wes Anderson gesehen habe, war Moonrise Kingdom, der mich sofort verzaubert hat. Wes besitzt wie kaum ein anderer Regisseur die Fähigkeit durch seine Inszenierung im Kino magische Moment zu erzeugen. Ob es die Figuren, die Bilder, die Geschichte oder die Kamera sind alles ist im Einklang. Isle of Dogs wurde in Stop-Motion-Technik gedreht und handelt von der Reise eines Jungen, der seinen Hund sucht. Ich freue mich auf den Film, da er ein wundervolles Kinoerlebnis verspricht.

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Mir gefallen die meisten Filme von Guillermo del „Totoro“, weil sie schöne Geschichten erzählen und dabei dennoch düster und mystisch sind. Auch Shape of Water scheint in diese Kerbe zu schlagen. Schöne Bilder, ein toller Cast und natürlich auch die zwei Golden Globes für Beste Regie und Beste Filmmusik versprechen hier wieder einen tollen Film von del Toro.

The Disaster Artist
The Disaster Artist ist eine Hommage an den Film The Room von 2003. James Franco nimmt dort auf satirische Art die Entstehung dieser Produktion, die sehr schlecht verlief und den Regisseur mehrere Male zu überfordern schien, auseinander. Da ich immer über Franco lachen kann und die Kritiken wirklich vielversprechend sind, ist es ein heißer Kandidat für die Komödie des Jahres. Vorher muss ich dann aber wohl noch das Original gucken.

The Florida Project
The Florida Project ist der erste Film von Sean Baker, der mir wirklich ins Auge fiel. Es geht um die Geschichte eines kleinen Mädchens und ihrer Mutter, die abseits des Disney World Parks in Florida leben. Die Wertungen sind überaus überzeugend, sodass ich davon ausgehe, dass Baker ein sehr gutes Drama gedreht hat.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Martin McDonagh hat schon mit Brügge sehen… und sterben? sein Händchen für den schwarzen Humor bewiesen. Mit dem bereits mehrfach ausgezeichneten Drama Three Billboards Outside Ebbing, Missouri schafft er es hoffentlich wieder, das Publikum mit seinem eigenwilligen Humor zu begeistern. Ob der Film die Lorbeeren verdient hat, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls auf Three Billboards.

Venom
Ach komm, ein Superheldenfilm muss doch sein. Na gut, eher ein Superbösewichtfilm. Auf den Internetseiten erfährt man über die Geschichte bis jetzt nur so viel: „This plot is unknown“. Aber Tom Hardy, Michelle Williams, die Genres Action, Horror, Sci-Fi und vor allem Ruben Fleischer, der für Zombieland verantwortlich war, machen mich sehr neugierig. Vielleicht wird Venom ein anderer Superheldenfilm und verläuft nicht nach den Standardmustern.

Wunder
Mit Wunder führt Steven Chbosky bei seinem zweiten Film nach Vielleicht lieber Morgen Regie. Diesmal durfte er nicht seine eigene Buchvorlage verfilmen, sondern sollte sich die gleichnamige Vorlage von R.J. Palacio vornehmen. Wenn er genauso viel Liebe in diese Verfilmung gesteckt hat, wie in sein erstes Werk, werden wir hier eine wundervolle Familiengeschichte erleben.

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Filmkritiken und Podcast
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4 Antworten zu Filmjahr 2018 – Vorschau – Top 10

  1. Quadrataugenrunde schreibt:

    Ganze drei Übereinstimmungen. Es wäre noch eine mehr, hätte Sven Three Billboards nicht schon gesehen.

  2. Stepnwolf schreibt:

    Wie? Ein von Trier Film ohne Charlotte Gainsbourg? Unfassbar. 😉

  3. Isabelle Dupuis schreibt:

    Oooh, auf „Ataris Reise“ von Wes Anderson freue ich mich auch schon wie Bolle! ❤ Und "The Disaster Artist" steht auch auf meiner Liste 😀 Gestern habe ich dann auch mit Freunden "The Room" geguckt und der Film ist wirklich unbeschreiblich schlecht.

  4. Pingback: Quadrataugenrundenpodcast Spezialfolge 6 | Die Quadrataugenrunde

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