Quadrataugenrundenpodcast Folge 53

Welchen Marvelfilm würdet ihr mit euren Großeltern gucken?
Sebastian ist zurück aus dem Urlaub und Sven aus dem Kino. Wie alle Deutschen zieht es uns beim Film zum Meer. Wie viele Hunde Wes Anderson auf dem Gewissen hat, wie gierig Michael Keaton ist und ob Adam Sandlers Schauspielkunst Grenzen hat, erfahrt ihr in dieser Folge. Ein Podcast, wirklich zu schön, um wahr zu sein.
Aus unerklärlichen und äußerst mysteriösen Gründen wurde diese Folge bereits im Juni 2018 aufgezeichnet.

Zeitangaben
0:00:00 – Intro & Begrüßung
0:02:31 – Zuletzt gesehen (Spider-Man: Homecoming / Isle of Dogs – Ataris Reise / Coco / Vaiana / Transit)
0:27:27 – Die Woche (2018)
0:44:04 – Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein (1998)
1:00:13 – Demnächst im Kino & Verabschiedung

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Auswärtsfahrt #34

Nicholas Hoult kämpft als J.R.R. Tolkien für die Freiheit Europas und ein Rückblick auf die erste Jahreshälfte, bei dem Sven noch einmal über Beale Street von Barry Jenkins schreiben durfte.

Tolkien (2019)
Im Fiebertraum von Tolkien verwandelt sich die Kriegsfront in Nordfrankreich in ein feuriges Land voller Rauch und Asche. Grimmige Gestalten ziehen über die Schützengräben, dann ein dunkler Schatten und ein Flüstern. Das tote Niemandsland wird in seiner Fantasie wahrhaftig zu Mordor, dem Land aus Der Herr der Ringe, dort „wo die Schatten drohn“.

Immer wieder werden Szenen aus den Schützengräben in die Handlung eingeschoben. Ein schreckliches Finale, auf das der Film hinarbeitet. Die Referenzen auf Tolkiens Lebenswerk ziehen sich durch den gesamten Film. Seine Heimat auf dem Land erinnert an das Auenland der Hobbits, Bäume, die sich bewegen an die Ents und wenn in einer sternenklaren Nacht der Polarstern über J. R. R. strahlt, dann ist er schon so tief in seinen eigenen mythologischen Kosmos vorgedrungen, dass er an Earendil, den Seefahrer der Elben, denkt. Diese Anspielungen sind nicht nur befriedigend für Fans, sie zeigen auch, wie viel Arbeit in Tolkiens Werken steckt und dass diese Verknüpfungen omnipräsent waren.
Vollständige Kritik

Das Beste aus dem Filmjahr 2019 – Summer Edition
Es ist Sommer, Europa zerfliesst gerade in der Affenhitze, und man mag so an rein gar nichts denken als an Badi, Grillpartys und Glace. Zeit für uns, das bisherige Kinojahr Revue passieren zu lassen. Erneut hat die OutNow-Redaktion ein episches Battle ausgetragen, um für das erste Kinohalbjahr den Top-Shot zu küren. Wie immer standen zur Wahl nur Filme, die zwischen dem 1.1. und 30.6. 2019 einen Starttermin in den Schweizer Kinos hatten.
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Auswärtsfahrt #33

Keira Knightley im Krieg, Sebastian Schipper auf der Strasse und die kleine Amanda allein in Paris.

Niemandsland – The Aftermath (2018)
Mit Aufnahmen aus der Vogelperspektive macht The Aftermath schnell klar, in welchem Setting wir uns befinden. Von der Hafenstadt Hamburg sind wenige Monate nach dem Kriegsende nur noch Ruinen übrig. Die Macht der britischen Hauptfiguren findet sich auch im Wohlstand wieder, die Villa als Kontrastprogramm zu den Trümmerfrauen.

Die Geschichte um Schuld und Verlust fokussiert sich auf Rachael. In ihrem Alltag erleben wir die Spannungen zwischen Deutschen und Briten, den Zwiespalt, in dem sich viele Menschen befunden haben müssen. Es sind ihre Erinnerungen an Sohn Michael, die wir sehen. Auf der anderen Seite befindet sich Lewis, der sich in die Arbeit gestürzt hat. Der Krieg als ultimative Ablenkung vom Tod. Von seinen Kollegen wird er für seine Menschlichkeit verspottet, „Lawrence of Hamburg“ nennen sie ihn.
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Roads (2019)
Die Flüchtlingskrise hat längst das Kino erreicht. Der neue Film von Sebastian Schipper (Victoria) erzählt von einem Einzelschicksal in einem veränderten Europa, in dem Grenzen und Polizisten für Menschen eine Gefahr darstellen. Hauptfigur Gyllen ist sich seiner Privilegien lange Zeit nicht bewusst, vielleicht klappt die Verbrüderung mit William auch deshalb so gut. Der jugendliche Zorn auf die Eltern steht in einem ganz anderen Licht, wenn die Familie es sich leisten kann, ihre Ferien auf einem anderen Kontinent zu verbringen.

Die Beziehung der beiden Jungs profitiert immens davon, wie nachvollziehbar hier Vertrauen aufgebaut wird: die gemeinsame Aufgeregtheit beim Grenzübertritt, Debatten über den englischen Fussball und Geheimnisse, die man lieber noch für sich behält. In einem Assoziationsspiel, das auch filmisch gut umgesetzt ist, schliessen Gyllen und William abwechselnd ihre Augen. Es ist eine Szene, die auch den Zuschauern die Vorurteile gegenüber anderen Menschen vorführt.
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Mein Leben mit Amanda (2018)
Amanda wartet vor der Schule und David ist mal wieder zu spät dran. Seine Unpünktlichkeit zieht sich durch den ganzen Film und ist eine Aussage zu seinem lockeren Lebensstil. Nichts passiert, das Kind sei doch sicher zu Hause angekommen. Konsequenzen gibt es für David nicht. Schnell wird das gemeinsame Band deutlich, dass er mit seiner Schwester hat. Lockere Dialoge über Beziehungen und Spässe zeigen die Leichtigkeit von Mein Leben mit Amanda. Und dann stürzt plötzlich die Welt zusammen.

Die tote Mutter wird nie gezeigt, der Schnitt verhindert es, wichtige Momente wie Beerdigungen werden übersprungen. Die Ausmasse des Anschlags werden auf ein Minimum reduziert. Keine nationale Trauer, keine Schockszenen. Die wichtigste Szene ist David, der mit Amanda auf einer Parkbank sitzt, es selbst nicht in Worte fassen kann und beim Versuch fast emotional zerbricht. Es ist eine brutale Intimität, die der Film hier zeigt, und man fühlt unendliches Mitleid für dieses kleine Mädchen.
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Auswärtsfahrt #32

Das eindrückliche Nachtleben von Taipeh und ein Familiendrama über Demenz.

Closing Time (2018)
Immer wieder sehen wir die Dämmerung, doch es dauert lange, bis sich Closing Time tatsächlich von der Nacht befreien kann. Die Neonröhren hüllen Taipeh in ein fahles Licht, es wirkt wie eine andere Welt, in die uns Regisseurin Nicole Vögele hier entführt.

Ihre Hauptfiguren sind die einfachen Arbeiter, die die Stadt am Laufen halten. In kleinen Hinterzimmern zählen sie ihr Geld, schälen Gemüse und warten auf den Tag. Es ist eine eigene kleine Gemeinschaft, die sich an der Strasse angesiedelt hat. Man kennt sich, hilft sich aus und erzieht sich gegenseitig, wenn nötig. Die Arbeit wird als ein hohes Gut eingeschätzt, aber den Menschen hier bleibt gar keine Alternative, bei einem Lohn, der keine zwei freien Tage erlaubt.
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What They Had (2018)
Die Erinnerungen kehren zurück, vielleicht zum letzten Mal. Ruths Leben zieht sich in Form von alten Heimvideos und Fotos durch den Film. Immer wieder erzählt sie aus ihrer Kindheit, von ihren Eltern und dass sie einen Freund hat. Bertie nimmt es mit einem Lächeln und erklärt ihr wenn nötig auch zum zehnten Mal, dass er ihr Ehemann sei. Es ist nicht nur seine grosse Rede für persönliche Pflege, die er seinen Kindern hält. Es sind auch die kleinen und alltäglichen Dinge, die er für seine Ruth tut. Die Beziehung der beiden ist so gross, dass selbst Bitty neidisch wird. Robert Forster spielt das Familienoberhaupt nicht sturköpfig, sondern mit viel Leidenschaft und Überzeugung.
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Auswärtsfahrt #31

Eine Debatte über den Wert von Kunst und eine Schweizer Milieustudie über eine schrecklich nette Familie. 

The Price of Everything (2018)
58 Millionen Dollar – so viel ist ein aufblasbarer Hund wert. Die zeitgenössische Kunst von Jeff Koons allein zeigt die Ausmasse des heutigen Kunstmarkts. Auktionshäuser rund um den Globus beschränken sich nicht nur auf den Verkauf von Kunst, sie erschaffen zum Teil selbst einen neuen Markt. Mehr Sammler bedeutet mehr Geld, und mehr Geld bedeutet mehr Künstler. Die Akteure des Kunsthandels präsentieren sich in Nathaniel Kahns (My Architect) Dokumentation äusserst selbstbewusst. Denn ohne sie würde es schliesslich viele Künstler gar nicht geben.

Wenn die Kamera nicht gerade als Plattform für die zahlreichen Interviewpartner fungiert, dann ist sie die stille Beobachterin. Sie zeigt Handwerk und Handel mit ihren Hintergrundgeräuschen. Nahaufnahmen und langsame Zooms versuchen die Kunstwerke möglichst akkurat darzustellen. Es bleibt natürlich bei einem zweidimensionalen Erlebnis. Aber man bekommt ein Verständnis dafür, wie gross diese Industrie geworden ist, wie unterschiedlich ihre Künstler arbeiten und wie vielfältig die gehandelte Kunst ist.
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Family Practice – Sohn meines Vaters (2018)
„Agnes, jetzt kein Drama!“, tönt es aus dem Mund von Doktor Kaufmann. Dabei wäre das ganz grosse Drama in seiner Familie durchaus angebracht. Während man schnell versteht, warum Simon seine Eltern meidet, ist es weniger offensichtlich, warum Agnes bei ihrem untreuen Gigolo von Ehemann bleibt. Der Psychiater hat als Patriarch der Familie wirklich alles unter Kontrolle.

Dass Simon sein Medizinstudium abgebrochen hat und lieber Karikaturen von Tieren zeichnet, haben seine Eltern immer noch nicht überwunden. Kritik an ihrem Sohn wird mit mitleidigem Lob bestätigt, es sei schliesslich eine ganze andere Generation heutzutage. Neben den offensichtlichen Konfliktlinien bleibt Simons Beziehung zu seinem Vater lange Zeit unterschwellig. Seine möglichen psychischen Probleme werden nur angedeutet, bis sich sein Vaterkomplex später im vollen Masse präsentiert. Im Konkurrenzkampf mit seinem Erzeuger mangelt es Simon aber nicht nur am beruflichen Erfolg, sondern auch am natürlichen Charme. Er missversteht die gesellschaftliche Rolle seines Vaters und stürzt sich im familiären Zweikampf selbst ins Unglück. Seine Beziehung zur Sekretärin Sonja ist besonders aus psychologischer Sicht interessant. Der Zorn auf Karl verbindet die beiden auf eine bizarre Weise.
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Quadrataugenrundenpodcast Folge 52

Noch mehr als Musicals mit Hugh Jackman mögen wir Bären und Marmeladensandwiches. Deshalb sprechen wir nicht nur über Weltenretter Paddington, sondern auch über andere Lieblinge der pelzigen Höhlenbewohner. Mit Alex Garlands neuem Film Auslöschung müssen wir natürlich auch wieder über den Vertrieb und das Kino reden. Das Thema Erinnerungen rückt aber auch mit einer Charlie Kaufman Geschichte in den Vordergrund.
Die Berichte über unseren Tod waren zwar stark übertrieben, allerdings wurde diese Folge bereits im April 2018 aufgenommen.

Zeitangaben
0:00:00 – Intro & Begrüßung
0:00:55 – Zuletzt gesehen (Paddington 2 / Greatest Showman / Game Over, Man! / Feinde – Hostiles)
0:26:36 – Die großen Fünf (Bären)
0:31:35 – Auslöschung (2018)
0:46:36 – Vergiss mein nicht! (2004)
0:59:57 – Demnächst im Kino & Verabschiedung

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Auswärtsfahrt #30

Christian Bale führt eine Kostümparty im Weißen Haus an und Clint Eastwood fährt mit seinem alten Truck durch Amerika.

Vice – Der zweite Mann (2018)
Bis vor ein paar Jahren war Adam McKay noch bekannt für seine irrwitzigen Komödien mit Will Ferrell in der Hauptrolle (Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy). Doch dann kam der politische The Big Short, der uns die Weltwirtschaftskrise humorvoll erklärte und McKay einen Oscar für das Drehbuch bescherte. Mit seinem neuen Film Vice wächst der Anspruch. Die Biografie über einen der fragwürdigsten Politiker der jüngeren amerikanischen Geschichte will gleich ganze Jahrzehnte der Politik kritisch und unterhaltsam aufbereiten.

Christian Bale ist das Highlight des Films. Der walisische Oscarpreisträger hat, wie so oft in seiner Karriere, für die Rolle rund zwanzig Kilo zugenommen. Dazu kommen noch Make-up und Gesichtsprothesen, die besonders beim alten Cheney für eine erstaunliche Verwandlung sorgen. Es ist die ganze Mimik, die Betonung und die Pausen beim Sprechen, die Bale hier auf eine beeindruckende Weise imitiert und überspitzt. Dazu kommt, dass Cheney die nuancierteste Figur im Drehbuch ist. Der Mann ohne Herz, der sich über die Verfassung stellt, wird privat zum liebenden Familienvater. Indem der Film ihn als Menschen darstellt, bittet er zugleich um Verständnis für ihn.
Vollständige Kritik

The Mule (2018)
Mit 87 Jahren zeigt sich Regisseur Clint Eastwood noch einmal als Schauspieler – es ist erst sein zweiter Einsatz vor der Kamera seit seinem preisgekrönten Werk Gran Torino. Und Eastwood inszeniert sich hier äusserst selbstbewusst. Auch im hohen Alter ist seine Figur Earl ein Experte auf fast allen Ebenen. Der ehemals erfolgreiche Blumenzüchter hat in jeder Situation die Kontrolle und sucht mit seiner charmanten Art die Anerkennung seiner Mitmenschen. Nur eines kann Earl nicht verstehen, nämlich warum es plötzlich in seinem Amerika nicht mehr für ihn läuft. Zum Glück schiebt er vieles davon auf die Digitalisierung. Das Internet und Smartphones sind Earls grösste Feinde. Auf die wirkliche Ursache des Problems kommt er nicht, aber man sieht im Film an allen Ecken und Enden, dass hier etwas aus den Fugen geraten ist. Amerika funktioniert nicht mehr.
Vollständige Kritik

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Auswärtsfahrt #29

Um das Filmjahr 2018 zu rekapitulieren, war Sven erneut zu Gast im sehr populären Longtake Podcast. Zusammen mit den beiden Ensemblemitlgieder Lucas (@Kinomensch) und Johannes (@joukoda), sowie Judith (@JudithAnyways), hat er dort über seine liebsten zehn Filme und andere Höhepunkte des vergangenen Kinojahres gesprochen.

iTunes
Longtake.de

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Filmjahr 2019 – Vorschau – Top 10

Dank Martin Scorsese wird Netflix spätestens in diesem Jahr die Weltherrschaft übernehmen. Vorher heißt es aber noch Daumen drücken für Thanos, der erst die Hälfte seiner Arbeit erledigt hat. Und wie im letzten Jahr fragen wir uns, wer sich traut, einen Film von Woody Allen zu veröffentlichen.

Wie jedes Jahr findet ihr in unserer Vorschau zehn Kinofilme, die wir uns auf jeden Fall ansehen werden.

Worauf freut ihr euch am meisten?

Svens Top 10

Ad Astra – Zu den Sternen
James Gray macht Filme aus einer anderen Zeit. Umso spannender ist es, dass der jetzt einen Science-Fiction-Film geschrieben und gedreht hat. Brad Pitt macht sich in der Hauptrolle auf die Suche nach seinem verschollenen Vater. Das Ziel ist der blaue Planet am Rande unseres Sonnensystems – Neptun.

Her Smell
Elisabeth Moss ist ein Rockstar. Das hat richtigerweise auch Indieliebling Alex Ross Perry erkannt. Als destruktive Punkerin Becky Something spielt Moss die Hauptrolle und ich würde mir sofort jeden Film von einem der beiden ansehen und warum hat Her Smell noch keinen Kinostart, hallo?!

Beale Street (If Beale Street Could Talk)
Barry Jenkins verfilmt einen Roman von James Baldwin. Von der Liebesgeschichte im Harlem der 70er-Jahre erhoffe ich mir dieselbe Zärtlichkeit, mit der Jenkins schon Moonlight inszeniert hat. Eventuell schaffe ich es vorher auch noch, Baldwins Buch zu lesen.

Prisoners of the Ghostland
Der japanische Provokateur Sion Sono arbeitet erstmals mit dem großen Charakterdarsteller unser Zeit, Nicolas Cage, zusammen. Cage versprach schon den wildesten Film, den er je gemacht hat. Und mit übersinnlichen Flüchen hat er ja schon jede Menge Erfahrung.

Beach Bum
Matthew McConaughey ist „The Beach Bum“! Oder vielleicht auch nicht. Das werde ich herausfinden, wenn ich endlich den neuen Film von Harmony Korine sehen kann. Insgeheim hoffe ich natürlich auf eine weitere Hommage an Miss Britney Spears.

The Irishman
Martin Scorsese ist mein Lieblingsregisseur. Ob das wirklich stimmt, sei mal dahingestellt, aber Robert De Niro ist mein Lieblingsschauspieler. Der Gangsterfilm über Frank Sheeran wird hoffentlich gut, aber noch mehr hoffe ich bei dieser Netflixproduktion auf einen Kinostart. Sonst müsste ich mich eventuell an die Mafia wenden. Oder an Joe Pesci aus Goodfellas.

The Lighthouse
„What dost thou want?“
Am liebsten einen neuen Film von Robert Eggers natürlich! Es sollte schon wieder ein historisches Setting haben und einem Angst machen. Ein Leuchtturm wäre auch nicht schlecht. Und können bitte Willem Dafoe und Robert Pattinson mitspielen?

Uncut Gems
Die Safdie-Brüder sind das Heißeste was der amerikanische Film derzeit zu bieten. Umso schöner ist es, dass sie für ihren kommenden Kriminalfilm Adam Sandler besetzt haben. Denn wenn Sandler nicht gerade auf Kosten eines großen Streaminganbieters Urlaub macht, dann ist er einer der meistunterschätzten Schauspieler der Welt. Ein ungeschliffener Edelstein sozusagen.

Vox Lux
Mein Rockstar Nummer 2: Natalie Portman. Celeste überlebt erst eine Katastrophe und wird später zum Popstar. Überlebensgroß und mit einer absurden Frisur. Dazu laufen die eigens für den Film geschriebenen Songs von Sia. Girl I’m watching you!

Where’d You Go, Bernadette
Ich habe nach (oder trotz) Boyhood ein Faible für Richard Linklater entwickelt. Außerdem möchte ich unbedingt wissen, wo Bernadette denn nun hingegangen ist. Cate Blanchett spielt übrigens die Titelrolle (Bernadette).

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Auswärtsfahrt #28

Saoirse Ronan und Margot Robbie im Kampf um die englische Krone und ein Jahresrückblick, bei dem Sven noch einmal über Lady Bird und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri schreiben durfte.

Maria Stuart, Königin von Schottland (2018)
Maria Stuart, Königin von Schottland beginnt und endet mit dem Tod seiner Hauptfigur. In einem roten Kleid vor einem Richtblock spricht Mary Stuart im Jahre 1587 ihre letzten Gebete. In einer cleveren Parallelmontage sehen wir beide Königinnen von hinten, beide scheinen bereit für Marys Tod. Aber natürlich unterscheidet sich das Ende vom Anfang des Films. Und was die britische Theaterregisseurin Josie Rourke in ihrem Kinodebüt über die schottische Königin aus dem Hause Stuart erzählen will, passiert sowieso dazwischen.

Charakterdarstellerin Saoirse Ronan spielt die junge Regentin mit viel Mut und Durchsetzungsvermögen. Stolz gegenüber den Lords und gütig gegenüber ihren Soldaten. Nicht nur wegen ihrer Jugend ist sie das Gegenteil von Elizabeth. Margot Robbie ist als kinderlose Überkönigin fast nicht wiederzuerkennen. Eine falsche Nase, viel Make-up und im späteren Verlauf noch ein entstelltes Gesicht. Und doch funkeln ihre blauen Augen unter der Maske und die Zweifel weichen am Ende Elizabeth‘ Durchsetzungsfähigkeit, die sie so lange auf dem Thron gehalten hat.
Vollständige Kritik

And the winner is… – Die Top-11 Filme 2018 der OutNow-Redaktion
Wir haben wieder redaktionsweit den sprichwörtlichen Hut rumgereicht, in den jeder und jede die ganz persönlichen Favoriten des Kinojahres 2018 einwerfen konnte. Und damit die Liste nicht mit Festivaldarlings zugemüllt wird, die hierzulande noch kein Säuli hat sehen können, waren wie schon letztes Jahr nur solche Filme wählbar, die 2018 einen Kinostart in der Schweiz hatten. Drum war etwa ein Netflix-Film wie Roma erlaubt, während Oscarkandidaten wie Green Book oder If Beale Street Could Talk erst 2019 Chancen auf den OutNow-Jahresthron haben.
Vollständiger Text

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