Quadrataugenrundenpodcast Folge 44

Die Content-Monster sind zurück! Wir sprechen sehr ausführlich über das Leben nach dem Tod, den Geist in der Maschine und die Daumen von Netflix. Außerdem geht es um unsere Erfahrungen mit Mescalin, unsere Lieblingsserien und die Zukunft des Streamings. Empfehlungen, Diskussionen und jede Menge Leidenschaft sorgen für die absurde Länge dieser Episode.

Zeitangaben
0:00:00 – Intro
0:06:47 – Zuletzt gesehen (Jahrhundertfrauen/ Sing Street / Live by Night / Don’t Breathe / Miss Sloane / The Discovery )
1:27:29 – News der Woche
2:03:57 – Still Movies (Fear and Loathing in Las Vegas)
2:17:04 – Die großen Fünf (Serien)
2:47:10 – Ghost in the Shell (2017)
3:02:43 – Kann das nicht jemand anders machen? (Enter the Void / Archie und Harry – Sie können’s nicht lassen)
3:19:40 – Demnächst im Kino

iTunes
Download

Veröffentlicht unter Podcast | Kommentar hinterlassen

Auswärtsfahrt #10

Die 90er sind zurück! Pünktlich zum Kinostart gibt es die Kritik zum Reboot der Power Rangers.

Power Rangers (2017)
1993 landet der Unternehmer Haim Saban einen grossen Coup. Er adaptierte die japanischen Sentai-Serien für den westlichen Markt und die Mighty Morphin Power Rangers fanden ihren Weg vom Fernsehen in die Kinderzimmer einer ganzen Generation. Es folgten über 20 Serienstaffeln, zahlreiche Filme und Tonnen an Actionfiguren. Durch den anhaltenden Erfolg des Superhelden-Genres an den Kinokassen war ein Reboot der Power Rangers nur eine Frage der Zeit.

Der Einstieg des Films gibt bereits die neue Richtung vor, ernsthafter und etwas düsterer soll es werden. Mitten in einer Vulkanlandschaft ist Zordon, der rote Ranger, dabei den Kampf gegen Rita Repulsa zu verlieren. Das Ende der Dinosaurier ist ebenfalls das Ende der Power Ranger auf der Erde. Ungefähr 65 Millionen Jahre später sieht die Situation etwas besser aus. Im sonnigen Angel Grove gehen die Teenager ihrem Alltag nach. Der besteht allerdings nicht mehr aus Karate und Extremsportarten. Jeder der fünf Hauptfiguren hat ein Problem, welches ihn in der Filmwelt zum Aussenseiter macht. Selbst der populäre Quarterback steht nicht mehr auf der Sonnenseite des Lebens. Die High-School-Szenen handeln vor allem von Freundschaft und Mobbing. Wenn sich die aufmüpfigen Jugendlichen Jason, Kimberly und Billy beim Nachsitzen kennenlernen, erinnert das eher an The Breakfast Club als an die alte Fernsehserie.
Vollständige Kritik

Stop! Oder mein Hund schiesst! Die 11 witzigsten Buddy-Cop-Filme
In Hollywood scheint man nicht mehr an ehrliche Geschäftsmänner zu glauben. Ob bekannter Bau-Tycoon oder wohlhabender Philanthrop, am Ende stecken sie bis zum Hals in illegalen Geschäften. Drogenschmuggel, Immobilienbetrug, Waffenhandel – wer verdient sich nicht gerne ein bisschen Geld nebenbei. Da die örtlichen Behörden überfordert sind, liegt es dann meist an einem unscheinbaren Polizeiduo, zufällig über das Verbrechen zu stolpern. Den ungleichen Partnern stehen zur Lösung des Falls nur ihr Humor und ihr Charme zur Verfügung. Und natürlich Waffen, die bösen Buben erschiessen sich ja nicht von selbst. Dabei sorgen sie oft für solches Chaos, dass sie höchst wahrscheinlich von ihrem vorgesetzten Captain suspendiert werden – bevor es am Ende zum finalen Showdown mit dem Gangsterboss kommt.
Vollständiger Text

Veröffentlicht unter Auswärtsfahrt | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Quadrataugenrundenpodcast Folge 43

Passend zum Ende der Award-Zeit sprechen wir über Kenneth Lonergans außergewöhnlichen Manchester by the Sea. Es ist aber nicht der einzige Film in dieser Ausgabe, der uns emotional berührt hat. Warum Jimmy Kimmel bei den Oscars versagt hat, wie Netflix die Weltherrschaft an sich reißt und wer im Grab von Paula Schultz liegt, erfahrt ihr im Podcast. So what can I say except you’re welcome.

iTunes
Download

Zeitangaben
0:00:00 – Intro
0:02:22 – Zuletzt gesehen (Hacksaw Ridge / Fremd in der Welt / Vaiana – Das Paradies hat einen Haken / Everybody Wants Some!! / Moonlight / Liebe zwischen den Meeren)
0:45:58 – News der Woche
1:08:24 – Still Movies (Kill Bill Vol. 1 & Vol. 2)
1:23:17 – Die großen Fünf (Emotionale Filme)
1:34:38 – Manchester by the Sea
1:48:52 – Kann das nicht jemand anders machen? (Dark City / Showgirls)
2:01:08 – Demnächst im Kino

Veröffentlicht unter Podcast | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Auswärtsfahrt #9

Robert Zemeckis romantischer Thriller lief schon im Dezember, ebenso der Beitrag zu den Weihnachtsfilmen. Aber zumindest Weihnachten kommt wieder. Brandneu dagegen Martin Scorseses Herzensprojekt Silence, worauf wir alle lange genug warten mussten.

Allied – Vertraute Fremde
Keine wahre Geschichte oder eine Romanadaption, das Drehbuch von Steven Knight (Locke) ist tatsächlich ein eigenständiges Werk. Regisseur Robert Zemeckis (The Walk) ist Stolz darauf und inszeniert mit Allied einen gradlinigen und altmodischen Spionagethriller.

Mitten in der Wüste landet Max Vatan mit seinem Fallschirm, stilecht kutschiert ihn eine Limousine in die Stadt. Wie es sich für einen echten Geheimagenten gehört, bekommt er vom Fahrer einen Koffer voller Bargeld, falscher Pässe und Waffen. Das erste Treffen mit Marianne in einem Club sorgt gleich für Konflikt. Maxs französischer Akzent klingt eher nach Quebec als nach Paris. Nichts darf die Mission in Gefahr bringen, Schritt für Schritt erklärt Marianne ihrem neuen „Ehemann“ die wichtigen Details ihrer Tarnung. Die beiden Spione wissen, dass der kleinste Fehler den Tod beteuten kann. Ihr gesellschaftlichtes Leben unter den Augen der Nazis sorgt immer wieder für Spannungsmomente. Die Kulissen sind dabei ebenso hochwertig wie die Kleidung der reichen Elite in Casablanca.
Vollständige Kritik

Silence (2016)
27 Jahre ist es her, dass Martin Scorsese den Roman Schweigen des japanischen Autors Shusaku Endo gelesen hat. 2009 ging der Film endlich in die Vorproduktion, nur um dann immer wieder verschoben zu werden. Nach The Wolf of Wall Street hatte Regisseur Scorsese nur noch ein Ziel: sein Herzensprojekt Silence endlich auf die Leinwand zu bringen.

Die beiden jungen Priester sind voller Tatendrang. Völlig überzeugt davon, dass ihr Glaube ausreicht, um die Rettungsmission erfolgreich zu gestalten. Im Film gibt es in Bezug auf fremde Religionen eine Metapher, in der Japan ein Sumpf ist, in dem nichts wächst. Und ebenso langsam kommen die Missionare in der nebligen Küstenlandschaft von Nagasaki voran. Tagsüber verstecken sie sich, nachts halten sie Gottesdienste für die Bauern ab. Ohne ein Wort Japanisch und mit ersten Zweifeln, ob ihre Religion hier wirklich verstanden wird.
Vollständige Kritik

Ho-Ho-Ho! Die 11 besten Weihnachtsfilme
Zu keinem anderen Feiertag gibt es so viele thematische Filme wie zu Weihnachten. Dazu kommen noch etliche Werke, die von den Fernsehsendern fest in ihr Weihnachtsprogramm aufgenommen wurden, ob Disneys Animationsfilme, Sissy oder Das letzte Einhorn. Filme wie Peter Jacksons Der Herr der Ringe lockten damals zu den Feiertagen sogar Millionen in die Kinos. Welchen Weihnachtsklassiker ihr bisher verpasst habt und welche man in diesem Jahr mal wieder sehen könnte, erfahrt ihr in unserer Auswahl der 11 besten Weihnachtsfilme.
Vollständiger Text

Veröffentlicht unter Auswärtsfahrt | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Quadrataugenrundenpodcast Folge 42

„Es ist ein Irrtum zu glauben, man könne jedes größere Problem einfach mit Kartoffeln lösen.“
Ist Damien Chazelle ein Faschist und La La Land der schlimmste Film aller Zeiten? Oder doch nur ein sehr schöner Liebesfilm und das Internet bescheuert?
Wir gemeinsam bei Split im Kino und saßen danach während der Aufnahme tatsächlich in einem Raum. Welche Schauspieler uns anziehen, wie der Song Mad World heute wirkt und wer von uns Rogue One hasst, erfahrt in der unwahrscheinlichen 42. Folge. Svens angeschlagene Stimme erholt sich zum Glück im Laufe des Podcasts. You got snake eyes!

iTunes
Download

Zeitangaben
0:00:00 – Intro
0:03:32 – Zuletzt gesehen (Grabbers / Paterson / La La Land / Die irre Heldentour des Billy Lynn / Rogue One / Jackie)
1:03:35 – News der Woche
1:17:50 – Still Movies (Donnie Darko)
1:30:41 – Die großen Fünf (Schauspieler*)
1:40:28 – Split
1:55:10 – Kann das nicht jemand anders machen? (Kumiko und die Suche nach dem Schatz / Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück)
2:12:57 – Demnächst im Kino

Veröffentlicht unter Podcast | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Quadrataugenrundenpodcast Spezialfolge 5

Der große Jahresrückblick im Audioformat. Wir sprechen über unser Filmjahr 2016 mit allen Highlights und Enttäuschungen. Mit jeder Menge Filme, die man gesehen haben sollte. Am Ende gibt es dann auch noch einen Ausblick auf 2017. Dieses Jahr mit weniger Namedropping und ohne Serien!

iTunes
Download

Weitere Artikel zum Filmjahr 2016:
Rückblick – Svens Top 15
Rückblick – Top 5
Vorschau – Top 10

Veröffentlicht unter Podcast | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Filmjahr 2017 – Vorschau – Top 10

Brian Fee, F. Gary Gray, Michael Bay – Blockbuster über (sprechende) Autos funktionieren auch 2017. Mit Martin Scorsese und Christopher Nolan sind allerdings auch wieder zwei unserer Lieblingsregisseure im Kino zu sehen. Außerdem darf jeder Mensch endlich La La Land sehen. Wie jedes Jahr findet ihr in unserer Vorschau je zehn Kinofilme, die wir uns auf jeden Fall ansehen werden.

Worauf freut ihr euch am meisten?

Svens Top 10

Jahrhundertfrauen (20th Century Women)
Annette Bening, Greta Gerwig, Elle Fanning. Zwei meiner aktuellen Lieblingsschauspielerinnen und die „Königin von Hollywood“ (Quelle: Brigitte). Mike Mills, Regisseur des charmanten Beginners, inszeniert das Familiendrama über eine Singlemutter in Kalifornien Ende der 70er Jahre.

Dunkirk
Operation Dynamo, der Zweite Weltkrieg. Ich gebe zu, das es nicht unbedingt ein Setting ist, das ich mir von Christopher Nolan gewünscht hätte. Mit den beiden Nolan-Veteranen Cillian Murphy und Tom Hardy im Cast geht es an die Westfront.

Jackie
Das Attentat auf John F. Kennedy wurde vom Hobbyfilmer Abraham Zapruder auf Film festgehalten. Der Jahrhundertmord ist bei Autoren ebenso beliebt wie bei Verschwörungstheoretikern. In Pablo Larraíns Film geht es um Jacqueline Kennedy, gespielt von Natalie Portman, und ihr Seelenleben nach jenem 22. November.

Kingsman 2: The Golden Circle
„Der Bericht über meinen Tod wurde stark übertrieben.“
Matthew Vaughn dreht sein erstes Sequel, dabei existiert gar keine Comicvorlage von Mark Millar. Für die Kingsman rund um Galahad (Taron Egerton) geht es im zweiten Teil in Richtung USA. Hoffentlich mit ein wenig mehr Budget, um mit anderen britischen Agenten zu konkurrieren.

Live by Night
Dennis Lehane ist mein Lieblingsautor und der große Gangsterroman Live by Night eines seiner besten Bücher. Kein Wunder also, dass sich Ben Affleck früh die Rechte daran gesichert hat. Neben der Regie übernimmt er auch die Hauptrolle. Die Geschichte beginnt 1926 in Boston und handelt vom Gesetzlosen Joe Coughlin und der Prohibition in Amerika.

Logan – The Wolverine
„Logan, you still have time.“
Ein letztes Mal noch Wolverine. Inspiriert von Mark Millar Comic Old Man Logan inszeniert James Mangold die postapokalyptische Welt der X-Men. Wohl nicht nur für Hugh Jackman ein Abschied. Ich freue mich über jeden Leinwandauftritt von Patrick Stewart.

Manchester by the Sea
Seit fast einem Jahr warte ich nun schon auf Kenneth Lonergans gefeiertes Drama. Casey Affleck spielt in der Hauptrolle einen Hausmeister. Ebenfalls im Cast: die großartige Michelle Williams. Samuel L. Jackson nannte den Oscar-Bait-Film Nummer 1 einen „white movie.“

Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi
Eine neue Hoffnung. Regisseur und Autor Rian Johnson nimmt es ganz allein mit dem bösen Imperium (Disney) auf. Ich will einfach einen guten Film, kein seelenloses Franchisepuzzleteil. Und Luke Skywalker. Gebt mir Mark Hamill!

Song to Song (Weighless)
Bilderfänger Emmanuel Lubezki betätigt sich erneut für den in letzter Zeit sehr produktiven Terrence Malick. Die Geschichte soll sich um das Musikgeschäft und die Liebe drehen. Hochwertig besetzt mit Ryan Gosling, Rooney Mara und Michael Fassbender in den Hauptrollen und mit jeder Menge echten Musikern.

Untitled Paul Thomas Anderson Fashion Project
Der Film hatte mich schon durch seinen charmanten Titel! Daniel Day-Lewis und Paul Thomas Anderson wieder vereint, was will man mehr. Der Film spielt übrigens im London der 1950er Jahre und es geht um Mode. So Excited!

Sebastians Top 10

Bailey – Ein Freund fürs Leben
Ein Hundefilm? Ist er denn irre? Ja vielleicht, aber nur bedingt! Denn Bailey – Ein Freund fürs Leben wird vom gleichen Regisseur gedreht, wie damals Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft. Dieser gehört zu den berührendsten Tierfilmen, die ich je gesehen habe. Das Gleiche erhoffe ich mir von Bailey und bin gespannt, ob dieser mich genauso berühren kann, wie damals Richard Gere mit seinem vierbeinigen Freund.

Dunkirk
Christopher Nolan gehört zu meinen Lieblingsregisseuren. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass sein neustes Werk auch in meiner Vorschau für 2017 enthalten ist. Anfänglich war ich aufgrund der Thematik skeptisch, da ich mir nicht vorstellen wollte, dass er einen 2. Weltkriegsfilm drehen will. Nachdem ich den Trailer gesehen habe, bin ich allerdings größter Hoffnung, dass uns mit Dunkirk ein großartiger Film erwartet, der wieder Anspruch und Popcornkino kombinieren kann.

Ghost in the Shell
Mit den Klängen von Depeche Modes Enjoy the Silence eroberte der Trailer zu Ghost in the Shell 2016 das Internet. Eine wunderschöne Scarlett Johannson im hautengen Anzug kämpfte sich durch eine riesige Zahl an Gegnern. Gepaart mit dem Stil der Mangavorlage machten schon die kurzen Ausschnitte Lust auf mehr. Einzige Sorge bleibt, ob der Regisseur Rupert Sanders seine Werbespot-Vergangenheit ablegen kann und nach Snow White and the Huntsman endlich einen guten Film kreiert.

Kingsman 2: The Golden Circle
Mit Kingsman: The Secret Service ist Matthew Vaughn ein Überraschungshit gelungen. So war es nicht verwunderlich, als bekannt wurde, dass er auch für den zweiten Teil auf dem Regiestuhl Platz nehmen darf. Ich erhoffe mir in der Fortsetzung ein ebenso actiongeladenes, wie lustiges Abenteuer, in dem Colin Firth wieder als genialer Spezialagent auftreten darf. Der erste Teil ist für mich immer noch der bessere James Bond Film.

La La Land
Mit City of Stars bekommt man derzeit schon einen kleinen Einblick in den Soundtrack von La La Land. Wie schon bei Whiplash scheint Damien Chazelle auf der musikalischen Ebene zu glänzen. In der romantischen Geschichte dreht sich alles um einen ehrgeizigen Jazzpianisten und einer ambitionierten Schauspielerin, die versuchen, in Los Angeles Fuß zu fassen.

Life
Ich bin ein großer Fan von Weltraumfilmen. Vor allem im Kino kommen die unendlichen Weiten oft richtig zur Geltung. Dazu ist der Film mit Jake Gyllenhal und Ryan Reynolds hervorragend besetzt, die mit ihrer Crew das Leben auf dem Mars untersuchen sollen. Natürlich bleiben in dem Genre immer kleine Restzweifel, ob die Qualität am Ende überzeugen kann. Allerdings glaube ich an Jake Gyllenhal und sein Händchen für gute Filme.

Manchester by the Sea
Er gilt als einer großen Oscarkandidaten und startet bei uns im Januar. Auf keinen Film warte ich 2017 gespannter. Nicht nur weil ich Casey Affleck und Michelle Williams mag, sondern auch, weil der Trailer eine grandiose Stimmung übermittelt. Die Geschichte handelt von einem Außenseiter, der durch den Tod seines Bruders als Vormund für seinen Neffen bestimmt wird.

Moonlight
Moonlight basiert auf dem Theaterstück In Moonlight Black Boys Look Blue von Tarell Alvin McCraney und handelt von einem jungen, homosexuellen, afroamerikanischen Mann, dessen Geschichte in drei Kapiteln erzählt wird. Dabei wird die Entwicklung des Jungen von seiner Kindheit bis zum Erwachsenenalter in Miami gezeigt. Durch die sehr guten Kritiken bin ich auf Moonlight aufmerksam geworden und freue mich auf einen hoffentlich tollen Film.

Sieben Minuten nach Mitternacht
Der spanische Regisseur J.A. Bayona scheint mit Guillermo del Toro ein Vorbild zu haben. Denn nicht nur der Stil, sondern auch die Handlung könnte aus der Feder von Del Toro stammen. Sieben Minuten nach Mitternacht erzählt ein Märchen, in dem ein Monsterbaum einen Jungen in Fantasiewelten entführt um ihn mit seinen Ängsten zu konfrontieren. Ich freue mich auf den Film, da ich mir erhoffe, dass der Titel sich in Richtung Pans Labyrinth entwickeln könnte.

Silence
Seit 2009 arbeitet nun Martin Scorsese an Silence. Mittlerweile ist der Film fertiggestellt und lief in den ersten Kinos an und ab dem 2. März 2017 endlich dann bei uns. Silence handelt von zwei portugiesischen katholischen Priestern, gespielt von Andrew Garfield und Adam Driver, die im Japan des 17. Jahrhunderts auf Reisen begeben, um Sebastiãos ehemaligen Mentor Cristóvão Ferreira ausfindig zu machen. Die ersten Wertungen verheißen einen sehr guten Film und man kann gespannt sein, wie diese Reise ausgeht.

Veröffentlicht unter Spezial | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Quadrataugenrundenpodcast Folge 41

Mit reichlich Verspätung erscheint doch noch unsere Dezemberausgabe. Netterweise hat uns Disney mit Tony Gilroy einen fähigen Mann an die Seite gestellt, um alle Gespräche über Rogue One aus dem Podcast zu schneiden. Dafür reden wir über einen echten Science-Fiction-Film. Neben Arrival gibt es auch noch die großen Fünf passend zum Genre. Was Tom Hardy im Gefängnis macht, wer Jesse James ermordet hat und wie Nicholas Sparks Geschichten funktionieren, erfahrt ihr im Podcast.

iTunes
Download

Zeitangaben
0:00:00 – Intro
0:02:05 – Zuletzt gesehen (Die wahren Memoiren eines internationalen Killers / Sully / Anomalisa / Elle / My Bloody Valentine / Nocturnal Animals)
0:40:58 – News der Woche
0:49:26 – Still Movies (Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford)
0:59:25 – Die großen Fünf (Science-Fiction Filme)
1:13:01 – Arrival
1:23:43 – Arrival (Spoilertalk)
1:39:46 – Kann das nicht jemand anders machen? (Wie ein einziger Tag / Bronson)
1:50:53 – Demnächst im Kino

Veröffentlicht unter Podcast | Verschlagwortet mit | Kommentar hinterlassen

Filmjahr 2016 – Rückblick – Top 5

Es ist nicht alles Gold, auf dem Disney steht. Dass nicht jedes Remake und Sequel das gewünschte Geld an der Kinokasse eingespielt hat, gibt uns etwas Hoffnung. Noch mehr Hoffnung machen uns einige deutsche Regisseure und Regisseurinnen, die mit ihren guten Filmen gezeigt haben, dass es in Deutschland mehr gibt als Til Schweighöfer und Nazis.

Wie im letzten Jahr gibt es von jedem Quadrataugenrundenmitglied seine persönliche Top 5. Da Filme nicht überall zeitgleich erscheinen und man nicht jeden Film im Kino sehen kann, ist die Bedingung für die Zusammenstellung der Top 5, dass der Film im Jahr 2016 im Kino oder auf Blu-ray Disc erschienen ist. Trotzdem wollen wir aber Festivalbesuche nicht ausschliessen.

Was waren eure Highlights? Schreibt es uns in den Kommentaren oder schickt uns eine Postkarte.

Sebastians Top 5

1. Arrival
Denis Villeneuve hat mit Arrival für mich den besten Film 2016 gedreht. Nicht nur der Cast um Amy Adams und Jeremy Renner haben mir sehr gut gefallen, sondern auch die hervorragende Kameraführung. Der Film besticht durch schöne Bilder und eine etwas anders erzählte, aber anspruchsvolle Liebesgeschichte. Wer Arrival nicht liebt, hat Filme nie geliebt.

2. Midnight Special
Jeff Nichols hatte bereits mit seinen früheren Werken bewiesen, dass er gute Geschichten erzählen kann. In Midnight Special hat er ein übernatürliches Thema in eine spannende und liebenswerte Geschichte verpackt, die von einem kleinen Jungen mit besonderen Fähigkeiten getragen wird. Das Ende muss nicht jedem zusagen, ich fand es aber gut.

3. Nerve
Nerve kam für mich überraschend. Im Vorfeld hatte ich nicht viel über den Film gehört, fand aber das Filmposter schick. Der Film beweist, dass man ein aktuelles Thema wie soziale Netzwerke in eine durchdachte Geschichte verpacken kann. Dabei fand ich besonders Emma Roberts überzeugend und im Zusammenspiel mit Dave Franco sehr sympathisch. Wer mit dem Thema Social Media etwas anfangen kann, wird hier einen der stärksten Vertreter dieses Genres erleben.

4. Tallulah
In Tallulah entführt Ellen Page ein Baby und beginnt Muttergefühle zu dem Kind aufzubauen. Sie bemerkt, dass ihr rastloses Leben sie nicht wirklich erfüllt. Dabei besticht der Film mit witzigen aber auch emotionalen Momenten. Ellen Page spielt die liebevolle Ersatzmutter überzeugend und man fiebert mit ihrer Figur mit. Eine der wohl besten Netflix-Filme.

5. 10 Cloverfield Lane
Cloverfield kam 2008 mit einer etwas anderen Godzilla-Geschichte und einer besonderen Kameraführung gut beim Publikum an. Deshalb dachte sich wohl das Filmstudio, dass der Name wieder einige Leute in das Kino locken würde. 10 Cloverfield Lane hat aber nicht viel mit seinem Namensvetter zu tun, was aber nichtzwangsläufig negativ ist. Die Geschichte beginnt spannend und mysteriös. Der Zuschauer rätselt während der Handlung mehrmals, ob die Geschehnisse im Film real oder fiktiv sind. Das Ende stellt dann einen Bruch dar, der die Handlung in eine andere Richtung führt. Mir gefiel der Schluss dennoch und ich freue mich schon auf den dritten Film in diesem Universum, der 2017 erscheint.

Svens Top 5

1. La La Land
Zum zweiten Mal in Folge stammt mein Film des Jahres von Damien Chazelle. Als Randnotiz kann man anmerken, dass der junge Mann aus Rhode Island erst zwei Langfilme gedreht hat. La La Land ist der Grund, warum ich das Kino liebe, warum das Medium Film so faszinierend ist. Der Film ist mehr als eine bloße Reminiszenz an die großen Musicals der Studioära. La La Land ist auf so viele Arten romantisch. Die Bilder und die Inszenierung sind wunderschön und der Film hat so unglaublich viel Herz. Die Lieder und Tanzeinlagen sind großartig, Emma Stone strahlt richtig.
Auf jeden Abgesang, der auf das Kino verfasst wurde, würde Chazelle wohl antworten: „Well, not on my watch.“

2. Toni Erdmann
It’s true. All of it. Toni Erdmann ist der beste deutsche Film der letzten Jahre.
In der tiefgründigen Tragikkomödie bleibt einem das Lachen im Halse stecken, wenn Peter Simonischek seine Verwandlung in die titelgebende Figur vollzieht und Sandra Hüller dem Zuschauer aus vollem Leib die „Greatest Love of All“ präsentiert. Die Kameraführung ist so konsequent und interessant, die gleiche Konsequenz hat man beim Einsatz der Musik. Die Dialoge sind voller Charme und Witz, nicht jedes Thema wird offen angesprochen und für den Zuschauer auserzählt. Maren Ades Werk ist die Speerspitze des deutschen Films.

3. Arrival
Arrival ist ein guter Science-Fiction-Film, der von einer exzellenten Amy Adams getragen wird. Handwerklich kann man Denis Villeneuve nichts vorwerfen, Arrival ist ein attraktiver Film. Auf der narrativen Ebene bekommt man eine nachvollziehbare Inszenierung der wissenschaftlichen Vorgänge, ebenso überzeugend ist der Aufbau und der Erzählstil. Jeder kleine persönliche Konflikt, den Louise erlebt, ist spannender als der globale Konflikt auf der Erde. Am Ende hat der Film es dann geschafft, mich wirklich tief zu berühren. Die emotionale Bindung an Louise funktioniert. Eine Wissenschaftlerin, die im Alleingang die Welt retten muss – das ist die Art von Übermensch, die das Kino wirklich braucht.

4. Son of Saul
Son of Saul ist ein sehr unangenehmer Film und war für mich eine einzigartige Kinoerfahrung. Er tut weh, er schockiert. Man sieht den Vorraum einer Gaskammer, den Arbeitsalltag in einem Schlachthaus für Menschen. Das Bildformat, der Einsatz der Schärfentiefe und die Fokussierung auf die Hauptfigur erhöhen die Intensität des Films ungemein. Die Art wie Géza Röhrig Saul spielt, ist genauso erschreckend, wie der Film selbst. Ein lebender Toter, der nach ein paar Monaten in Auschwitz zu keiner Emotion mehr fähig ist. László Nemes Werk über den Holocaust ist so wichtig und künstlerisch beeindruckend umgesetzt. Ein unglaubliches Erstwerk.

5. Macbeth
Justin Kurzels Adaption von Shakespeares Theaterstück ist ein bildgewaltiger Kriegsfilm. Die Landschaftsaufnahmen sind wunderschön und beeindruckend. Michael Fassbender und Marion Cotillard spielen brillant. Während Cotillard die Fäden zieht, kann man beobachten, wie Fassbender in seinem körperlichen Schauspiel langsam zerfällt. Ich wüsste nicht, wie man ein klassisches Theaterstück heutzutage besser auf die Leinwand umsetzen sollte. All hail, Macbeth!

Veröffentlicht unter Spezial | Verschlagwortet mit | 4 Kommentare

Filmjahr 2016 – Rückblick – Svens Top 15

Ein Mitglied der Quadrataugenrunde guckt ein paar mehr Filme als das andere und ist am Ende des Jahres nicht genug ausgelastet. Bevor wir also zu unseren persönlichen Top 5 des Filmjahres kommen, nennt Sven noch zehn weitere Filme, die ihm besonders am Herzen liegen. Zwar orientieren wir uns für den Rückblick zeitlich sonst an den deutschen Kinostarts, wollen Festivalbesuche aber nicht ausschließen.

Svens Top 15

6. Vor der Morgenröte
Vier Auszüge aus Stefan Zweigs Leben geben einen Einblick, was der Verlust der Heimat mit einem Menschen macht. Josef Hader brilliert in der Rolle des Schriftstellers. Visuell stechen vor allem die zwei langen Plansequenzen heraus. Es gab einige Szenen, in denen mich der Film sehr berührt hat. Und dass, obwohl Maria Schraders Film ähnlich zurückhaltend ist wie Zweig selbst. Die aktuelle politische Lage verleiht der Geschichte eine Gegenwärtigkeit. Adieu l’Europe.

7. The Hateful Eight
Samuel L. Jackson verdient ein Extralob für seine Performance in Quentin Tarantinos Kammernspiel. The Hateful Eight ist ein hochinteressanter Film, der einen noch lange nach dem Abspann beschäftigt. Nicht nur inhaltlich, sondern auch in Form von Ennio Morricones außergewöhnlichem Score. Dass ich die Roadshowversion nicht sehen konnte, ärgert mich immer noch.

8. Mustang
Lale, Nur, Ece, Selma und Sonay sind mein Lieblings-Superheldinnenteam des Kinojahres. Die überzeugende Darstellung von Freiheit und Lebensfreude in Deniz Gamze Ergüvens Werk sorgt dafür, dass einem die fünf Schwestern schnell ans Herz wachsen. Um so schockierender wirken dadurch die folgenden dramatischen Ereignisse. Zur Darstellung des klassischen Konflikts werden ganz bewusst Antagonisten geschaffen. Empathie und Kompromissbereitschaft findet man nur bei den Protagonisten. Die Auswahl der fünf sehr guten Jugenddarstellerinnen ist ein Glücksfall. Mustang ist ein wunderschöner Film mit ganz viel Herz.

9. Neruda
Pablo Larraín hatte wohl kein Interesse an einer weiteren normalen Filmbiografie. Das Leben des Dichters Pablo Neruda verwandelt sich hier in eine Kriminalgeschichte, in der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität ganz bewusst verschwinden. Die wunderschönen Landschaften, der orchestrale Score, Neruda selbst – alles ist überlebensgroß. Neben dem Einsatz des Lichtes und der Kamera überzeugen auch kleine Tricks wie die deutlich sichtbaren Rückprojektionen im Film.

10. Trumbo
Bryan Cranston ist Dalton Trumbo! Hollywoodfilme, die ganz selbstreferenziell über sich selbst erzählen, sind mein Schwachpunkt. Die Geschichte des Drehbuchautors hat mich wirklich gepackt. Ich fand den Film witzig, interessant und auch emotional. Die Darstellung des Kalten Krieges ist gelungener als in Bridge of Spies. Cranston spielt exzellent. Mit Helen Mirren, Elle Fanning, Louis C.K., Diane Lane und John Goodman ist der gesamte Cast hochwertig besetzt. Neben der klassischen Inszenierung leidet der Film ebenfalls unter seinem Spannungsbogen und anderen Biopic-Klischees.

11. The Big Short
Die beste Möglichkeit, um dem Zuschauer zu erläutern, was Credit Default Swaps sind, ist natürlich Margot Robbie in einem Schaumbad. The Big Short ist furchtbar überladen, funktioniert dafür aber erstaunlich gut. Christian Bale überzeugt, wie gewohnt, in einem der drei Handlungsstränge und Steve Carell beweist zum zweiten Mal nach Foxcatcher, dass er ein sehr wandelbarer und guter Charakterdarsteller ist. Der Film ist witzig, unterhaltsam und sehr informativ. Außer man weiß schon etwas über die Immobilienblase in den USA und die folgende Weltwirtschaftskrise.

12. High-Rise
„Where are those happy days? They seem so hard to find.“
Tom Hiddlestone sendet ein SOS aus einem dystopischen Hochhaus. Die Musik von Clint Mansell ist der Wahnsinn. Dazu kommt noch das äußerst gelungene ABBA-Cover von Portishead und ein großartiges Sound Design. High-Rise ist Kapitalismuskritik in Form des lokalen Weltuntergangs, visuell überladen und mit jedem Element so konsequent umgesetzt. Parallel zum Verfall der Gesellschaft, zerfällt auch die Erzählstruktur des Films, bis nur noch Wahnsinn bleibt. Die Nebenrollen sind mit Jeremy Irons, Luke Evans und Elisabeth Moss sehr gut besetzt. Lauter surreale Figuren in einer realen Welt.

13. The Revenant – Der Rückkehrer
Er kriecht, er watschelt und er schwimmt. Er stöhnt für sich und er stöhnt für dich.
Alejandro González Iñárritus Tour de Force war ein Hit an den Kassen, die vielen Auszeichnungen zwangen das Publikum ins Kino. DiCaprio begibt sich in das Spezialgebiet von Tom Hardy, ein extrem körperliches Schauspiel mit jeder Menge Murmeln. Es steckt allerdings keine Botschaft hinter seinem Leiden, keine Moral in seiner Rache, keine Lektion, wie der seelische den körperlichen Schmerz überwindet. Aber die Bilder von Emmanuel Lubezki sind wirklich sehr, sehr schön.

14. The Neon Demon
Nicolas Winding Refn hat sich längst davon verabschiedet, Geschichten zu erzählen. Der Film ist inhaltlich leer. Man könnte sagen, er sei oberflächlich, aber eigentlich steckt gar keine Botschaft in diesem Werk. Elle Fanning brilliert in jeder Szene, der Film bietet ihr eine Charakterveränderung ohne nachvollziehbare Entwicklung. Aber die Sprünge sind egal, die inhaltliche Leere ist egal. Ich habe The Neon Demon wirklich genossen. Er hat mich nicht schockiert und verliert sich im letzten Akt, aber er ist audiovisuell fantastisch. Wenn man einen Film über Schönheit macht und der eigene Film dann so schön ist, hat man eigentlich alles erreicht.

15. Hell or High Water
Normalerweise ist Chris Pine sehr langweilig. An der Seite seines Filmbruders Ben Foster überzeugt er jedoch. Die beiden ungleichen Geschwister rauben zusammen Banken in Texas aus und werden dabei von Sheriff Jeff Bridges gejagt. Alle drei sind Männer der Gewalt. Im nicht mehr ganz so wilden Westen geht es allerdings nicht um Ruhm, sondern um den Klassenkampf. Es sind die Banken, die die Armen bestehlen. Hell or High Water bietet wunderschöne Bilder unterlegt von einem sehr guten Score und ist einer der besten Western der letzten Jahre.

Veröffentlicht unter Spezial | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare